Deutsche Polizeigewerkschaft fordert bundesweites Clan-Lagebild
21.06.2024 - 01:00:00
"Die Regierungen handeln nicht polizeifachlich, sondern politisch, teilweise ideologisch", sagte der Vorsitzende Rainer Wendt der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung". Die Polizeien seien in den jeweiligen "ideologischen SchĂŒtzengrĂ€ben" gefangen und mĂŒssten "abgeschottet ihr eigenes Ding machen", statt zusammenzuarbeiten, sagte Wendt der "NOZ" weiter.
Hintergrund der Kritik ist, dass nur einzelne BundeslĂ€nder mit unterschiedlichen Herangehensweisen zur Clan-KriminalitĂ€t ein Lagebild erstellen, neuerdings auch Brandenburg. Eine bundesweite Ăbersicht zur Zahl der Straftaten mit Clan-Bezug existiert nicht.
Das Bundeskriminalamt veröffentlicht allein Clan-Zahlen mit Blick auf Organisierte KriminalitĂ€t. Ableger der GroĂfamilien aus Berlin, Bremen oder auch Nordrhein-Westfalen wĂŒrden lĂ€ngst auch in andere LĂ€nder ausweichen, so Wendt weiter. Er forderte, ein deutschlandweites und "ausschlieĂlich polizeifachlich basiertes" Lagebild zu erstellen, um die Clan-KriminalitĂ€t besser zu bekĂ€mpfen. Der aktuelle "Flickenteppich", bei dem jedes Bundesland unterschiedlich mit dem PhĂ€nomen umgehe, habe kaum Aussicht auf Erfolg.


