MĂ€nner, Nationalmannschaft

Sieg gegen Spanien: Handballer wenden EM-Aus ab

19.01.2026 - 22:05:28 | dpa.de

Die deutschen Handballer melden sich bei der EM zurĂŒck und mischen im Kampf um eine Medaille weiter mit.

Stand enorm unter Druck: Bundestrainer Alfred Gislason. - Foto: Sina Schuldt/dpa

Deutschlands Handballer haben das historische Vorrunden-Aus bei der EM abgewendet und mit einem starken Auftritt wieder Hoffnungen auf eine Medaille geweckt. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason behielt im Vorrundenfinale gegen Spanien die Nerven und nimmt nach dem 34:32 (17:15) zwei Pluspunkte mit in die Hauptrunde. 

Vor 9.526 Zuschauern in Herning war Renars Uscins mit acht Toren bester Werfer fĂŒr die deutsche Mannschaft, der ein nach der bitteren Serbien-Pleite drohendes Debakel ein Jahr vor der Heim-WM erspart blieb. In der zweiten Turnierphase geht es am Donnerstag entweder gegen Weltmeister und Olympiasieger DĂ€nemark oder den WM-Vierten Portugal weiter. 

Mit 4:2 ZĂ€hlern lag der Olympia-Zweite in der Gruppe A aufgrund des gewonnenen Direktvergleichs vor den punktgleichen Spaniern und darf bei der Endrunde in DĂ€nemark, Norwegen und Schweden weiter auf die erste EM-Medaille seit dem Gold-Triumph vor zehn Jahren hoffen.

Sieg hilft auch Gislason  

Der Erfolg gegen Spanien sicherte dem Bundestrainer zudem vorerst den Job. Bei einem erstmaligen Scheitern in der Vorrunde wĂ€re Gislason, dessen Vertrag bis nach der WM 2027 gilt, wohl kaum im Amt zu halten gewesen. Der 66 Jahre alte IslĂ€nder kann nun im weiteren Turnierverlauf Argumente fĂŒr sich sammeln.

Die Ausgangslage fĂŒr das Gruppen-Finale gegen Spanien war klar. Weil Serbien zuvor gegen Österreich mit 25:26 verlor, hĂ€tte der DHB-Auswahl bereits ein Remis zum Weiterkommen genĂŒgt. Ein Vorteil fĂŒr die deutsche Mannschaft, die bei einem serbischen Sieg zwingend mit drei Toren Vorsprung hĂ€tte gewinnen mĂŒssen.

DHB-Team sofort auf Betriebstemperatur

FĂŒr das entscheidende Duell hatte Gislason auf Rune Dahmke und Franz Semper verzichtet und dafĂŒr die Berliner Matthes Langhoff und Nils Lichtlein nominiert. Von Beginn an war es eine umkĂ€mpfte und spannende Partie, in der das DHB-Team dem Gegner zunĂ€chst immer einen kleinen Schritt voraus war. Nach 20 Minuten lag Deutschland beim 12:9 erstmals mit drei Toren vorn.

Großen Anteil daran hatte Torwart-Routinier Wolff mit einigen spektakulĂ€ren Paraden, die die zahlreichen deutschen Fans zu JubelstĂŒrmen hinrissen. Auch im Angriff agierte die deutsche Mannschaft deutlich effizienter als in den vorherigen Spielen gegen Österreich (30:27) und Serbien (27:30). Vor allem RĂŒckraum-Ass Uscins war von den Spaniern kaum zu stellen. 

Spannung pur bis zum Ende

Auch nach dem Wechsel agierte die DHB-Auswahl im Angriff mit viel Tempo und Zutrauen. Doch der Rivale ließ sich nicht abschĂŒtteln. Wie schon im Olympia-Halbfinale 2024, das Deutschland mit 25:24 fĂŒr sich entschieden hatte, lieferten sich die beiden zweimaligen Europameister ein Duell auf Augenhöhe.

Auf deutscher Seite rĂŒckte David SpĂ€th nach 40 Minuten fĂŒr Wolff zwischen die Pfosten, wurde trotz einiger Paraden aber nicht zum X-Faktor. Zehn Minuten vor dem Ende lag Deutschland beim 28:25 dennoch mit drei Toren vorn. Zehn Minuten vor Schluss hieß es 28:25, danach brachte die DHB-Mannschaft den wertvollen Sieg sicher ins Ziel.

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