WM-Pleite, DĂ€nemark

WM-Pleite gegen DĂ€nemark: Handballer unter Druck

21.01.2025 - 21:59:34

Die deutschen Handballer ziehen wie erwartet gegen WM-Favorit DĂ€nemark den KĂŒrzeren. Jetzt kommt es gegen Italien zum Endspiel um den Einzug ins Viertelfinale.

Die Olympia-Revanche ist ausgeblieben. Deutschlands Handballer haben im WM-Kracher gegen Titelverteidiger DĂ€nemark die erste Turnier-Niederlage und damit einen kleinen RĂŒckschlag auf dem Weg ins Viertelfinale kassiert. Beim deutlichen 30:40 (18:24) vor 15.000 Fans in Herning musste das Team von Bundestrainer Alfred Gislason trotz einer verbesserten Offensiv-Vorstellung die Überlegenheit des Gold-Favoriten anerkennen. 

Bester Werfer fĂŒr die DHB-Auswahl war Julian Köster und Timo Kastening mit jeweils sechs Toren. Hinter dem Olympiasieger und Co-Gastgeber aus DĂ€nemark (6:0), der sein 32. WM-Spiel in Serie gewann, weist die deutsche Mannschaft als Gruppenzweiter nun wie Italien 4:2 Punkte auf. 

Italien-Duell hat Endspiel-Charakter

Somit hat das anstehende Duell mit den Italienern, die zuvor beim 25:18 gegen Tschechien den dritten Sieg bei dieser Endrunde gefeiert hatten, fĂŒr die DHB-Auswahl bereits Endspiel-Charakter. Eine Niederlage am Donnerstag wĂŒrde schon vor dem abschließenden Spiel gegen Tunesien praktisch das Aus fĂŒr den Olympia-Zweiten in der Hauptrunde und damit das vorzeitige Ende aller MedaillentrĂ€ume bedeuten. 

Mit zwei Siegen in den ausstehenden Hauptrundenspielen wĂŒrde das DHB-Team das Ticket fĂŒrs Viertelfinale aber aus eigener Kraft lösen. «Wenn wir verlieren, stehen unsere Chancen trotzdem sehr gut, da wir weiter alles in unserer Hand haben», hatte Spielmacher Juri Knorr schon vor dem Spiel gegen die DĂ€nen gesagt.

DHB-Team schnell auf der Verliererstraße

In der Neuauflage des mit 26:39 deutlich verlorenen Olympia-Endspiels vertraute Gislason im Tor zunĂ€chst auf David SpĂ€th, der zum Vorrunden-Abschluss gegen Tschechien geglĂ€nzt hatte. Das DHB-Team hatte dem dĂ€nischen Angriffswirbel aber von Beginn an wenig entgegenzusetzen und lag nach nicht einmal vier Minuten mit drei Toren zurĂŒck.

Zwar stemmten sich Knorr & Co. mit aller Macht gegen den Tempo-Handball der DĂ€nen. Stoppen konnten sie den großen WM-Favoriten aber nicht. Beim 12:7 lagen die Hausherren erstmals mit fĂŒnf Toren vorn. Immerhin lief es im Angriff besser als in den Vorrundenpartien, in denen die DHB-Auswahl enorme Anlaufschwierigkeiten gezeigt hatte. 

Zudem prĂ€sentierte sich Deutschland bei den Siebenmetern deutlich verbessert. Kastening verwandelte in der ersten Halbzeit vier von fĂŒnf StrafwĂŒrfen sicher. Doch in der Defensive bekamen die DHB-Spieler keinen Zugriff. 

Torwart-Wechsel verpufft

Beim 16:10 fĂŒr die DĂ€nen reagierte Gislason mit einem Torwarttausch. Andreas Wolff kam fĂŒr SpĂ€th, blieb aber weitgehend genauso glĂŒcklos wie sein Teamkollege. Immer wieder kombinierten sich Welthandballer Mathias Gidsel & Co. durch die deutsche Abwehr. Zur Pause war die Partie bereits entschieden.

Auch nach dem Wechsel dominierten die von ihren begeisterten Fans frenetisch angefeuerten DĂ€nen und nutzten die großen LĂŒcken in der deutschen Abwehr gnadenlos aus. Der oftmals machtlose Wolff zuckte immer wieder fassungslos mit den Schultern. Zwar schöpfte das DHB-Team beim 22:26 noch einmal Hoffnung, doch die Wende gelang nicht mehr. DafĂŒr war DĂ€nemark einfach zu stark.

@ dpa.de