Wehrbeauftragte, Högl

Wehrbeauftragte Högl beklagt Überlastung der Bundeswehr

10.11.2023 - 01:00:00

Die deutschen Soldaten sind nach EinschĂ€tzung der Wehrbeauftragten Eva Högl "in dieser Weltlage an einer absoluten Belastungsgrenze angekommen oder teilweise schon weit darĂŒber hinaus", wie sie dem "Tagesspiegel" (Freitagausgabe) sagte: "Unsere Bundeswehr war in den vergangenen Jahren gefordert wie nie zuvor." Das gelte insbesondere fĂŒr die Marine und die an der Nato-Ostflanke operierenden VerbĂ€nde.

"Artilleriebataillone geben Material zur UnterstĂŒtzung der Ukraine ab, was die eigene Ausbildung erschwert, und bilden zusĂ€tzlich die ukrainischen KrĂ€fte aus", erklĂ€rte Högl weiter: "So ist es auch bei der Flugabwehr."

WĂ€hrend der "allgemeine Engpass bei Material und Personal" manche Einheiten besonders strapaziere, seien "viele andere aus diesem Grund nicht voll einsatzfĂ€hig". Vor diesem Hintergrund sei die Personalgewinnung entscheidend, sagte Högl, die auf eine Task Force Personal im Verteidigungsministerium hinwies, die bis Jahresende entsprechende VorschlĂ€ge machen soll. "Wer mit der Bundeswehr liebĂ€ugelt, ist Goldstaub - niemand davon darf uns verloren gehen", so die Wehrbeauftragte: "Ich habe viel zu viele FĂ€lle auf dem Schreibtisch, wo genau das geschehen ist, durch eine unklare Ansprache oder Antwortschreiben, die erst eintreffen, wenn der Interessent oder die Interessentin bereits etwas anderes gefunden hat." Daher mĂŒsse man "gerade am Anfang des Prozesses viel mehr Energie investieren, um sie bei der Stange zu halten".

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