Neue Warnstreiks treffen Zehntausende Flugreisende
14.03.2024 - 04:38:45Die Streikwelle an deutschen FlughĂ€fen ebbt nicht ab. Wegen Warnstreiks des Luftsicherheitspersonals an fĂŒnf FlughĂ€fen werden nach BranchenschĂ€tzungen heute erneut Zehntausende Passagiere nicht wie geplant reisen können.
Die Warnstreiks liefen in der Nacht zuletzt am Flughafen Berlin an, wie ein Verdi-Sprecher bestĂ€tigte. Zuvor waren nach Verdi-Angaben die FlughĂ€fen Hamburg, Stuttgart, Karlsruhe/Baden-Baden und Köln an der Reihe. FĂŒr diesen Freitag rief die Gewerkschaft Verdi weitere Warnstreiks des Luftsicherheitspersonals aus.
Wegen des ganztĂ€gigen Ausstands der LuftsicherheitskrĂ€fte können Passagiere heute nicht mehr in den Sicherheitsbereich kommen. Nach SchĂ€tzungen des Flughafenverbandes ADV dĂŒrften mehr als 580 Flugverbindungen abgesagt werden, 90.000 Reisende mĂŒssen umplanen.
Am Freitag soll das Luftsicherheitspersonal dann in Hannover, Dortmund, Weeze, Dresden und Leipzig sowie erneut in Karlsruhe/Baden-Baden die Arbeit niederlegen. Zudem rief Verdi am Flughafen MĂŒnchen die BeschĂ€ftigten in der Personal- und Warenkontrolle sowie der Frachtkontrolle von heute um 4.00 Uhr bis Freitag um 6.00 Uhr zum Ausstand auf. Das betrifft vor allem den Bereich Fracht.
GröĂter Flughafen in Frankfurt nicht betroffen
Deutschlands gröĂter Flughafen in Frankfurt ist von den Warnstreiks des Luftsicherheitspersonals heute und Freitag nicht betroffen. Dort wie auch in MĂŒnchen könnte allerdings der zweitĂ€gige Streik des Lufthansa-Kabinenpersonals vom Dienstag und Mittwoch vereinzelt noch VerspĂ€tungen und FlugausfĂ€lle nach sich ziehen.
Bei den Tarifverhandlungen der Luftsicherheit geht es um die Arbeitsbedingungen von etwa 25.000 BeschÀftigten privater Sicherheitsdienstleister. Sie kontrollieren im Auftrag der Bundespolizei Passagiere, Personal und GepÀck an den ZugÀngen zum Sicherheitsbereich.
Bei dem Konflikt sind bislang fĂŒnf Verhandlungsrunden ohne Ergebnis geblieben. Verdi fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten eine Stundenlohnerhöhung um 2,80 Euro mit schneller einsetzenden MehrarbeitszuschlĂ€gen ab der ersten Ăberstunde.
Sechste Verhandlungsrunde nÀchsten Mittwoch
Die Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) haben nach eigenen Angaben 2,70 Euro mehr pro Stunde in drei Stufen angeboten, wodurch die Monatslöhne um 432 Euro bis 470 Euro steigen wĂŒrden. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 24 Monaten haben. Eine sechste Verhandlungsrunde mit Verdi ist fĂŒr den 20. MĂ€rz verabredet.
Lufthansa und Verdi verhandeln bereits
Bereits wieder verhandelt wird fĂŒr das Lufthansa-Bodenpersonal. Vertreter des Unternehmens und der Gewerkschaft Verdi haben nach Lufthansa-Angaben ihre Verhandlungen fortgesetzt. Beide Seiten hatten sich den Tag fĂŒr weitere GesprĂ€che geblockt.





