Energiewirtschaft, Beibehaltung

Energiewirtschaft fĂŒr Beibehaltung niedriger Mehrwertsteuer auf WĂ€rme

16.11.2023 - 01:00:00

Die Energiewirtschaft hat die Bundestags-HaushĂ€lter aufgefordert, die Ampel-PlĂ€ne zur Wiederanhebung der Mehrwertsteuer fĂŒr WĂ€rme von sieben auf 19 Prozent zum 1.

Januar in ihrer Bereinigungssitzung an diesem Donnerstag zu kippen. "Wir empfehlen dem Bundestag dringend, die temporĂ€re Senkung des Mehrwertsteuersatzes erst wie ursprĂŒnglich geplant zum 31. MĂ€rz auslaufen zu lassen, um die BĂŒrger im Winter nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig zu belasten", sagte die Chefin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Kerstin Andreae, der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (Donnerstagausgabe). "Zwölf Prozentpunkte mehr fĂŒr die WĂ€rmeversorgung: Das wĂŒrden die Menschen sehr deutlich spĂŒren, das wĂŒrde einen Haushalt im Einfamilienhaus mit Gasheizung im ersten Quartal etwa 80 bis 100 Euro mehr kosten."

Es sei "nicht nachvollziehbar", dass die Regierung die Mehrwertsteuer fĂŒr WĂ€rme schon zum 1. Januar statt wie zuvor geplant erst zum 1. April wieder anheben wolle, sagte Andreae. Viele Energieversorger hĂ€tten die Sorge, dass ihre Kunden dann wieder ĂŒber den Preisbremsen landen wĂŒrden. Der BDEW rief die HaushĂ€lter zudem auf, trotz des Urteils des Bundesverfassungsgerichts mehr Geld fĂŒr den Ausbau der WĂ€rmenetze bereitzustellen. "Die vorgesehenen 800 Millionen Euro reichen vorne und hinten nicht, es braucht 2 bis 3 Milliarden Euro jedes Jahr", sagte Andreae. "Sonst laufen wir Gefahr, das Versprechen, einen erheblichen Teil der HĂ€user perspektivisch mit klimaneutraler FernwĂ€rme zu versorgen, nicht halten zu können." Dabei liege darin ein riesiges Potenzial fĂŒr das Gelingen der WĂ€rmewende.

@ dts-nachrichtenagentur.de