Demonstration, PalÀstinenser-Gedenktag

Demonstration zum PalÀstinenser-Gedenktag in Berlin

16.05.2024 - 03:50:53

Die erste Demonstration zum Gedenktag der PalÀstinenser verlief friedlich. Abends in Neukölln musste dann aber doch die Polizei eingreifen. Am Samstag ist ein Marsch zum Brandenburger Tor geplant.

Nach einer friedlichen Demonstration zum PalĂ€stinenser-Gedenktag Nakba in Berlin-Charlottenburg ist es gestern abend in Berlin-Neukölln zu kleineren Tumulten gekommen. Nach Angaben der Polizei zĂŒndeten Demonstranten MĂŒlleimer an, auch Pyrotechnik und Bengalos wurden gezĂŒndet.

Die Polizei habe eine zweistellige Zahl von Demonstranten festgenommen, sagte eine Sprecherin. ZunĂ€chst hatten sich laut Polizei nach einem Aufruf ĂŒber die sozialen Netzwerke rund 200 Menschen auf der Sonnenallee versammelt.

Anschließend hĂ€tten sich die Demonstranten in kleine Gruppen aufgeteilt und seien in unterschiedliche Richtungen gelaufen. Gegen 1 Uhr nachts habe sich dann die Lage beruhigt, sagte ein Sprecher der Polizei am Morgen.

Erinnerung an Flucht und Vertreibung im ersten Nahostkrieg

In Charlottenburg waren laut Polizei am frĂŒhen Abend rund 600 Menschen zu einer Demonstration anlĂ€sslich des PalĂ€stinenser-Gedenktags am 15. Mai zusammengekommen. Dieser erinnert an die Flucht und Vertreibung hunderttausender PalĂ€stinenser im ersten Nahostkrieg 1948 nach der StaatsgrĂŒndung Israels.

Die Demonstration blieb weitgehend ohne grĂ¶ĂŸere ZwischenfĂ€lle. UrsprĂŒnglich waren etwa 1000 Teilnehmer unter dem Titel «SolidaritĂ€t mit PalĂ€stina - 76 Jahre Al Nakba» angemeldet.

Am Samstag wollen anlĂ€sslich des Gedenktags die Teilnehmer einer Demonstration mit dem Titel «Palestine will be free» vom Oranienplatz in Kreuzberg vorbei am Außenministerium zum Brandenburger Tor laufen. Angemeldet sind 2000 Menschen.

Seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 gibt es in Berlin stÀndig Demonstrationen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt und dem laufenden Gaza-Krieg. Dabei kam es auch immer wieder zu Ausschreitungen.

@ dpa.de