Ukraine, Milliarden

EU ĂŒberweist Ukraine 10 Milliarden Euro aus russischen ZinsertrĂ€gen

23.08.2025 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die EU hat der Ukraine in der ersten HĂ€lfte dieses Jahres 10,1 Milliarden Euro an Erlösen aus eingefrorenen Geldern der russischen Zentralbank ĂŒberwiesen.

Russische Rubel (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Russische Rubel (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Dies zeigen Zahlen der EuropĂ€ischen Kommission, ĂŒber die die "Welt am Sonntag" berichtet. BrĂŒssel unterstĂŒtzt mit dem Geld militĂ€rische und zivile Projekte in dem Land. Im MĂ€rz, Mai, Juni und Juli erhielt die Regierung von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj den Zahlen zufolge jeweils eine Milliarde Euro an ZinsertrĂ€gen, im Januar waren es drei Milliarden, im April 3,1 Milliarden. Das russische Vermögen selbst liegt bei dem belgischen Unternehmen Euroclear, das Wertpapiere verwahrt und AktiengeschĂ€fte abwickelt.

Im Jahr 2022 hatte die EU insgesamt 210 Milliarden Euro aus Russland festgesetzt. Manche Politiker wollen Kiew die gesamten Mittel zur VerfĂŒgung stellen - und nicht nur die Zinsen daraus. "Es wird höchste Zeit, die russischen Gelder direkt zu nutzen", sagte die EU-Abgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) der "Welt am Sonntag". "Sei es, um die Ukraine wirtschaftlich zu unterstĂŒtzen oder um Waffensysteme zu finanzieren." Ökonomen hingegen warnen vor verheerenden Folgen fĂŒr das Finanzsystem. "Das ganze Thema ist ziemlich emotional", sagte Nicolas VĂ©ron, ein französischer Ökonom, der fĂŒr die BrĂŒsseler Denkfabrik Bruegel und das Washingtoner Peterson Institute for International Economics arbeitet. "Viele Menschen halten es verstĂ€ndlicherweise fĂŒr moralisch richtig, das eingefrorene Geld der Ukraine zu geben." Aber so einfach sei es eben nicht, erklĂ€rte VĂ©ron. "Zentralbanken mĂŒssen darauf vertrauen können, dass ihre Reserven im Ausland sicher sind." Es handele sich dabei um ein zentrales Element der globalen WĂ€hrungsordnung.

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