Umweltschutz, Energie

EU-Mitgliedstaaten treiben Ausbau erneuerbarer Energien voran

16.06.2023 - 20:33:42

Die EU-Mitgliedstaaten haben am Freitag im Ausschuss der stĂ€ndigen Vertreter einer zusammen mit Kommission und Parlament vereinbarten Erhöhung des Ziels fĂŒr erneuerbare Energien zugestimmt.

Dieses wird damit von bisher 32 Prozent auf 45 Prozent in 2030 deutlich angehoben. "Insbesondere Wind- und Solarenergie werden doppelt so schnell wie bislang vorgesehen ausgebaut", sagte dazu Wirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne).

" Die neuen europĂ€ischen Regeln werden einen Boom von Investitionen in die Erneuerbaren auslösen und rechtsverbindlich machen." Er habe sich dafĂŒr eingesetzt, dass viele der Genehmigungsbeschleunigungen fĂŒr Erneuerbare-Energien-Projekte, auf die man sich in der Energiekrise 2022 geeinigt habe, nun dauerhaft fortgeschrieben worden sind, so Habeck. "Genehmigungen kommen schneller, Planungen werden beschleunigt." Im WĂ€rmesektor, im Verkehr und in der Industrie gelten zudem nun verbindliche Ziele fĂŒr die Nutzung erneuerbarer Energien. Es drohen Vertragsverletzungsverfahren, wenn ein Land seine Sektorziele nicht einhĂ€lt. Alleine in Deutschland muss beispielsweise in 2030 die Industrie rund 20-25 TWh Wasserstoff aus erneuerbaren Energien nutzen. Außerdem gab es eine Einigung auf den Markthochlauf insbesondere der sogenannten "E-Fuels" im Flugverkehr. Die EU fĂŒhrt eine Quote im Flugsektor ein: von 1,2 Prozent E-Fuels in 2030 hin zu 35 Prozent E-Fuels in 2050. Insgesamt mĂŒssen dann 70 Prozent der Flugkraftstoffe in 2050 erneuerbar sein.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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