Estland schlĂ€gt neues EU-Ziel fĂŒr Ausbildung ukrainischer Soldaten vor
28.05.2024 - 15:45:55Da Russland derzeit mehr Druck ausĂŒbe, gelte es, eine sehr klare Botschaft an das Land zu senden, erklĂ€rte Verteidigungsminister Hanno Pevkur am Dienstag bei einem EU-Treffen in BrĂŒssel. Konkret schlug er vor, das EU-Ausbildungsziel fĂŒr die ukrainischen StreitkrĂ€fte von derzeit 60 000 auf 100 000 Soldaten zu erhöhen.
Ăber die EU-Mission wurden nach Angaben des AuswĂ€rtigen Dienstes in BrĂŒssel bislang bereits rund 52 000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten in der EU ausgebildet. Der Einsatz war im November 2022 von den AuĂenministern der Mitgliedstaaten beschlossen worden. Damals hatte es geheiĂen, es sollten erst einmal bis zu 15 000 ukrainische Soldaten in Deutschland, Polen und anderen EU-LĂ€ndern ausgebildet werden. SpĂ€ter wurde das Ziel dann mehrfach angehoben. Die Bundeswehr plant, in diesem Jahr wieder mindestens 10 000 Soldaten zu trainieren.
Die EU will mit der Mission dazu beitragen, dass sich die ukrainischen Truppen kĂŒnftig noch besser als bislang gegen die Angreifer aus Russland verteidigen können. Zudem geht es auch darum, die DurchhaltefĂ€higkeit des Landes in dem Konflikt zu erhöhen. Die deutsche Bundeswehr bildet ukrainische StreitkrĂ€fte unter anderem am Flugabwehrsystem Patriot, der Panzerhaubitze 2000, dem SchĂŒtzenpanzer Marder und den Kampfpanzern Leopard 1 und Leopard 2 aus. Zudem gibt es Trainings in militĂ€rischer FĂŒhrung und im SanitĂ€tsbereich.
Die EUMAM UA ist die erste Ausbildungsmission auf europÀischem Boden. Bislang wurden Soldatinnen und Soldaten aus PartnerlÀndern in der Regel vor Ort ausgebildet. Dies gilt in der Ukraine allerdings als zu gefÀhrlich.

