EU-Strafzölle auf E-Autos aus China sind in Kraft
05.07.2024 - 00:03:36Von nun an mĂŒssen vorlĂ€ufige EU-Zusatzzölle auf Elektroautos aus China als Sicherheitsleistung hinterlegt werden. Die Abgabe wird fĂ€llig, wenn ein E-Auto in einem europĂ€ischen Hafen ankommt.Â
Konkret gelten folgende ZollsĂ€tze fĂŒr chinesische Hersteller: 17,4 Prozent fĂŒr BYD, 19,9 Prozent fĂŒr Geely und 37,6 Prozent fĂŒr SAIC. FĂŒr andere Hersteller sind 20,8 Prozent vorgesehen, und fĂŒr Firmen, die bei der Untersuchung nicht kooperiert hatten, wĂŒrde ein Strafzoll in Höhe von 37,6 Prozent fĂ€llig. Die Zölle kommen auf einen bereits bestehenden Zollsatz von zehn Prozent hinzu.Â
Die vorlĂ€ufigen Zölle sind das Ergebnis einer Untersuchung der EU-Kommission, die zeigte, dass die gesamte Wertschöpfungskette fĂŒr Elektroautos in China stark subventioniert ist. Zudem wĂŒrden Importe aus dem Land die Industrie in der EU gefĂ€hrden.Â
Die Entscheidung darĂŒber, ob die vorlĂ€ufigen Strafzölle tatsĂ€chlich gezahlt werden mĂŒssen, soll innerhalb von vier Monaten getroffen werden. Innerhalb dieser Zeit will die EU-Kommission einen Vorschlag fĂŒr langfristige Zölle vorlegen. Diesen kann eine Mehrheit der EU-Staaten aber auch ablehnen. Wenn keine langfristigen Zölle erhoben werden und eine Lösung mit Peking gefunden wird, mĂŒssen den Angaben zufolge auch die nun in Kraft gesetzten vorlĂ€ufigen Zölle nicht gezahlt werden.
Das Vorgehen der EU-Behörde stieĂ in Deutschland auf Kritik. Dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge dĂŒrfte der potenzielle Schaden von Zusatzzöllen voraussichtlich höher als der mögliche Nutzen sein - insbesondere fĂŒr die heimische Industrie. Auch Regierungspolitiker hatten sich kritisch zu den Zusatzabgaben geĂ€uĂert.Â
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