Zölle, Donald Trump

Zölle, Drohungen und neue Fristen - Was will Trump?

08.05.2026 - 07:54:02 | dpa.de

Die EU und die USA haben sich im vergangenen Sommer auf ein Rahmenabkommen fĂŒr Zölle geeinigt. Umgesetzt ist der Deal aber weiterhin nicht – zum Ärger von US-PrĂ€sident Trump.

  • Nach der Drohung kommt der Aufschub fĂŒr neue Zölle: US-PrĂ€sident Trump. (Archivfoto) - Foto: Matt Rourke/AP/dpa
    Nach der Drohung kommt der Aufschub fĂŒr neue Zölle: US-PrĂ€sident Trump. (Archivfoto) - Foto: Matt Rourke/AP/dpa
  • Mit seinen Äußerungen verunsichert US-PrĂ€sident Trump Autobauer wie Volkswagen. (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    Mit seinen Äußerungen verunsichert US-PrĂ€sident Trump Autobauer wie Volkswagen. (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
  • Bernd Lange hĂ€lt nichts von den neuesten ZollankĂŒndigungen von Donald Trump. (Archivbild) - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
    Bernd Lange hĂ€lt nichts von den neuesten ZollankĂŒndigungen von Donald Trump. (Archivbild) - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
  • Nach der Drohung kommt der Aufschub fĂŒr neue Zölle: US-PrĂ€sident Trump. (Archivfoto) - Foto: Matt Rourke/AP/dpa
    Nach der Drohung kommt der Aufschub fĂŒr neue Zölle: US-PrĂ€sident Trump. (Archivfoto) - Foto: Matt Rourke/AP/dpa
  • Mit seinen Äußerungen verunsichert US-PrĂ€sident Trump Autobauer wie Volkswagen. (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    Mit seinen Äußerungen verunsichert US-PrĂ€sident Trump Autobauer wie Volkswagen. (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
  • Bernd Lange hĂ€lt nichts von den neuesten ZollankĂŒndigungen von Donald Trump. (Archivbild) - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
    Bernd Lange hĂ€lt nichts von den neuesten ZollankĂŒndigungen von Donald Trump. (Archivbild) - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Nach der Drohung kommt der Aufschub fĂŒr neue Zölle: US-PrĂ€sident Trump. (Archivfoto) - Foto: Matt Rourke/AP/dpa Mit seinen Äußerungen verunsichert US-PrĂ€sident Trump Autobauer wie Volkswagen. (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa Bernd Lange hĂ€lt nichts von den neuesten ZollankĂŒndigungen von Donald Trump. (Archivbild) - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa Nach der Drohung kommt der Aufschub fĂŒr neue Zölle: US-PrĂ€sident Trump. (Archivfoto) - Foto: Matt Rourke/AP/dpa Mit seinen Äußerungen verunsichert US-PrĂ€sident Trump Autobauer wie Volkswagen. (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa Bernd Lange hĂ€lt nichts von den neuesten ZollankĂŒndigungen von Donald Trump. (Archivbild) - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Keine Woche ist es her, als US-PrĂ€sident Donald Trump aus Frust ĂŒber die europĂ€ischen Handelspartner höhere Zölle fĂŒr EU-Autos und -Lastwagen in Aussicht stellte. Bis zuletzt ließ sich Trump aber nicht in die Karten schauen, wann genau die neuen AufschlĂ€ge erhoben werden sollen. Nun macht der PrĂ€sident die Rolle rĂŒckwĂ€rts. Ein Überblick ĂŒber den aktuellen Stand:

Was will Trump jetzt?

Im Zollstreit mit der EuropĂ€ischen Union setzt US-PrĂ€sident Donald Trump eine Frist fĂŒr die Umsetzung der Handelsvereinbarung. Sollte die EU nicht bis zum 250. Geburtstag der USA – dem 4. Juli – ihren Teil des Abkommens erfĂŒllen, wĂŒrden die Zölle «leider sofort auf ein viel höheres Niveau steigen», teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

Der PrĂ€sident habe «geduldig gewartet», dass die EU ihren Teil des Handelsabkommens erfĂŒlle. «Es wurde versprochen, dass die EU ihren Teil des Abkommens erfĂŒllen und gemĂ€ĂŸ der Vereinbarung ihre Zölle auf NULL senken wĂŒrde!». Der neuesten Drohung Trumps war ein «sehr gutes GesprĂ€ch» mit EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen vorausgegangen. 

Diese betonte in einem Post auf X, dass beide Seiten sich weiterhin uneingeschrĂ€nkt zur Umsetzung des Handelsdeals bekannt hĂ€tten. Es wĂŒrden gute Fortschritte in Richtung einer Zollsenkung bis Anfang Juli erzielt, hieß es.

 

Was bedeutet das fĂŒr die angedrohte Zollerhöhung?

Theoretisch sollten in dieser Woche die AufschlĂ€ge auf Autos und Lastwagen, die von der EU in die USA importiert werden, von 15 auf 25 Prozent steigen. Das zumindest hatte Trump vergangenen Freitag ohne Vorwarnung angedroht. Ein konkretes Startdatum ließ er aber offen, auch aus dem Weißen Haus verlauteten dazu keine konkreten Informationen. Solche Zollerhöhungen hĂ€tten vor allem Deutschland als Autobaunation getroffen.

Eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur beim Weißen Haus, ob die jĂŒngst angedrohte Erhöhung von Zöllen auf Importe von Autos und Lastwagen nun bis zu der neuen Frist vom Tisch sei, blieb zunĂ€chst unbeantwortet. 

Unklar blieb auch, ob Trump mit den deutlich höheren Zöllen nach dem Verstreichen der Frist am 4. Juli die angekĂŒndigten Importabgaben auf EU-Autos und -Lastwagen meint. Vorstellbar wĂ€re es – ebenso wie neue Zölle, die Trump bis in zwei Monaten noch formulieren muss. 

Was genau werfen die USA der EU ĂŒberhaupt vor?

Ein Beamter des Weißen Hauses hatte zuvor auf dpa-Anfrage klargestellt, dass die EU aus Sicht der Vereinigten Staaten keine wesentlichen Fortschritte bei der ErfĂŒllung ihrer vereinbarten Verpflichtungen erzielt habe - etwa in Bezug auf Handelshemmnisse im Automobilbereich, digitale Dienste sowie CO2-Abgaben. 

Das Weiße Haus habe stets deutlich gemacht, dass sich Trump vorbehalte, ZollsĂ€tze anzupassen, wenn Handelspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkĂ€men, sagte der Beamte weiter ĂŒber die angedrohte Zollerhöhung.

Was ist der aktuelle Stand des EU-US-Handelsabkommens?

Mitte August 2025 hatten sich Trump und von der Leyen in einem Rahmenabkommen auf eine Zollobergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt. Auch fĂŒr europĂ€ische Autos und Autoteile sollte der Satz gelten. Im Gegenzug verpflichtete sich die EU, Zölle auf US-IndustriegĂŒter zu streichen und den Marktzugang fĂŒr US-Agrarprodukte wie Schweinefleisch und Milchprodukte zu erleichtern. 

Weitere Zolldrohungen Trumps im Grönland-Konflikt und Unsicherheit nach einer Gerichtsentscheidung, die viele US-Zölle fĂŒr rechtswidrig erklĂ€rt hatte, hatten die Umsetzung des Zolldeals allerdings gebremst. Das EuropĂ€ische Parlament gab im MĂ€rz bekannt, die weitere Umsetzung des Abkommens mit den USA an strenge Bedingungen knĂŒpfen zu wollen. 

In der EU laufen derzeit zwischen Europaparlament und den MitgliedslĂ€ndern noch Verhandlungen, die fĂŒr die vollstĂ€ndige Umsetzung des Zolldeals notwendig sind. Bei einem Treffen von Vertretern am Mittwoch wurde noch keine Einigung erreicht.

Welche Reaktionen gibt es aus der EU?

ZustĂ€ndig fĂŒr die Handelspolitik der Staatengemeinschaft ist die EU-Kommission. Die BrĂŒsseler Behörde behielt sich vergangene Woche in einer ersten Reaktion Gegenmaßnahmen vor, sollte Trump seine AnkĂŒndigung der Zollerhöhung auf Autos und Lastwagen wahr machen. 

Sollten die USA Maßnahmen ergreifen, die im Widerspruch zum gemeinsamen Handelsabkommen stĂŒnden, behalte man sich jedoch «alle Optionen vor, um die Interessen der EU zu schĂŒtzen», teilte eine Sprecherin mit.

Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses im Europaparlament, betonte, das EuropĂ€ische Parlament arbeite an der Umsetzung des Abkommens. «WĂ€hrend die EU ihre Verpflichtungen erfĂŒllt, bricht die US-Seite ihre Zusagen immer wieder», schrieb er weiter.

Und was ist mit der Gerichtsentscheidung zu weltweiten Zöllen?

Das Gericht in New York erklĂ€rte Trumps temporĂ€re Zölle auf Einfuhren aus der ganzen Welt fĂŒr rechtswidrig. Mit der zeitlich befristeten Abgabe in Höhe von 10 Prozent habe der PrĂ€sident seine Befugnisse ĂŒberschritten, da er das als Grundlage herangezogene Handelsgesetz falsch ausgelegt habe. 

Die Zölle, die eigentlich 150 Tage lang gelten sollten, dĂŒrfen nun nicht weiter erhoben werden. Seit Februar von den drei KlĂ€gern gezahlte Abgaben muss die US-Regierung erstatten.

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