Konzernchefs, EU-Pakt

60 Konzernchefs fordern neuen EU-Pakt fĂŒr die Industrie

19.02.2024 - 13:47:06

Die europÀische Industrie drÀngt die EU-Kommission zu einer schnellen und wirksamen StÀrkung des heimischen Standorts.

Dazu werden am Dienstag rund 60 Unternehmen eine Deklaration verabschieden, in der sie einen "Industrial Deal" von der Kommission und den Regierungen der Mitgliedsstaaten einfordern, berichtet das "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf Beteiligte. Die Initiative wird von der belgischen EU-RatsprĂ€sidentschaft unterstĂŒtzt und mit initiiert. MinisterprĂ€sident Alexander De Croo will dem Bericht zufolge am Dienstag mit zahlreichen Konzernchefs und Topmanagern aus Europa am BASF-Standort in Antwerpen zusammenkommen, um den Vorstoß fĂŒr einen "Industrial Deal" vorzustellen.

Ziel ist es, dass auch KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen sich der Initiative anschließt. Die Unternehmen fordern einen zehn Punkte umfassenden "Industrial Deal", der den "Green Deal" der EU ergĂ€nzen soll. Ziel sei es, "hochwertige ArbeitsplĂ€tze fĂŒr europĂ€ische Arbeitnehmer in Europa" zu erhalten. Europa mĂŒsse nicht nur ein Kontinent der industriellen Innovation sein, sondern auch ein Kontinent der industriellen Produktion bleiben. Die Kernpunkte der Deklaration lauten: Bestehende, bremsende Regulierungen auf EU-Ebene sollen korrigiert und weniger widersprĂŒchlich und komplex werden. Zugleich sollen die EU-Staaten von der ĂŒberbordenden Einzelgesetzgebung wegkommen und stattdessen grĂŒne Technologien mit Anreizen ĂŒber den Binnenmarkt stĂ€rken. Europa soll sich zu einem "weltweit wettbewerbsfĂ€higen Energielieferanten" entwickeln und die VerfĂŒgbarkeit von Rohstoffen sichern. Die EU soll zudem den Rahmen fĂŒr eine deutlich stĂ€rkere öffentlichen Finanzierung von sauberen Technologien in energieintensiven Industrien ermöglichen. Der "Industrial Deal" soll nach Vorstellung der Unternehmen fest in der Strategie der EU-Kommission fĂŒr die nĂ€chste Periode bis 2029 verankert und von einem speziell zustĂ€ndigen KommissionsvizeprĂ€sidenten verantwortlich umgesetzt werden.

@ dts-nachrichtenagentur.de