EU-Behörden, Schifffahrt

EU-Behörden: Schifffahrt hat Nachholbedarf bei Klimazielen

04.02.2025 - 06:18:47

Die europÀische Seeschifffahrt muss sich nach Angaben zweier EU-Behörden beim Klima- und Umweltschutz weiter steigern.

Der maritime Sektor mache zwar Fortschritte auf dem Weg zu einer grĂ¶ĂŸeren Nachhaltigkeit, schrieben die EuropĂ€ische Umweltagentur (EEA) und die EuropĂ€ische Agentur fĂŒr die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) in einem gemeinsamen Bericht. Er mĂŒsse jedoch seine BemĂŒhungen in den kommenden Jahren verstĂ€rken, um die Klima- und Umweltziele der EU zur Verringerung von Energieverbrauch, Umweltverschmutzung und Emissionen sowie zum besseren Schutz der Artenvielfalt zu erreichen.

Gerade der Ausstoß klimaschĂ€dlicher Treibhausgase stellt den Angaben zufolge nach wie vor eine Herausforderung fĂŒr den Seeverkehr dar - auch wenn er zu den generell am wenigsten kohlenstoffintensiven Transportwegen zĂ€hlt. AktivitĂ€ten des Sektors wie der Fracht- und Containertransport, die kommerzielle Fischerei, der Transport mit Tankern sowie Kreuzfahrten machten demnach insgesamt schĂ€tzungsweise drei bis vier Prozent der gesamten CO2-Emissionen der EuropĂ€ischen Union aus. Dieser Anteil mĂŒsse sinken, machten die in Kopenhagen und Lissabon ansĂ€ssigen EU-Agenturen klar.

EU-Kommissar: Leitfaden fĂŒr die Schifffahrt der Zukunft

Unter anderem auch bei der Wasserverschmutzung etwa durch Öl und Abwasser sowie bei der Umstellung auf sauberere Treibstoffe mĂŒsse sich etwas tun, stellten die Umwelt- und Schifffahrtsexperten fest. Positiv merkten sie an, dass sich der von der Fischerei und Schifffahrt verursachte MeeresmĂŒll im Laufe des vergangenen Jahrzehnts halbiert habe - dieses Problem umfassend zu lösen, sei jedoch weiterhin schwer.

Der Bericht sei ein wertvoller Leitfaden fĂŒr die Zukunft der europĂ€ischen Schifffahrt und gleichzeitig ein Aufruf zum Handeln, stellte der EU-Kommissar fĂŒr Nachhaltigen Verkehr und Tourismus, Apostolos Tzitzikostas, fest. Umweltkommissarin Jessika Roswall forderte einen Paradigmenwechsel in der WertschĂ€tzung von Wasser, um dessen QualitĂ€t und QuantitĂ€t zu erhalten und zugleich die wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteile des Sektors zu stĂ€rken.

@ dpa.de