Argentiniens Ex-PrÀsidentin zu sechs Jahren Haft verurteilt
10.06.2025 - 22:43:57 | dpa.deDer Oberste Gerichtshof in Buenos Aires wies die Rechtsmittel der ehemaligen Staatschefin (2007 - 2015) zurĂŒck und bestĂ€tigte das erstinstanzliche Urteil von 2022, wie örtliche Medien ĂŒbereinstimmend berichteten.
Zudem wurde der 72-JĂ€hrigen lebenslang die AusĂŒbung öffentlicher Ămter untersagt. Kirchner hatte erst vor wenigen Wochen ihre Kandidatur fĂŒr ein Abgeordnetenmandat in der Provinz Buenos Aires angekĂŒndigt. Aufgrund ihres Alters kann sie die Strafe im Hausarrest verbĂŒĂen.
Kirchner und ihr inzwischen gestorbener Ehemann, Ex-PrĂ€sident NĂ©stor Kirchner (2003 - 2007), sollen wĂ€hrend ihrer Amtszeiten als Staatschefs einem befreundeten Bauunternehmer ohne Ausschreibung öffentliche AuftrĂ€ge zugeschanzt haben. Ein Teil der ĂŒberhöht ausgewiesenen Baukosten floss nach Erkenntnissen der Anklage spĂ€ter an das Ehepaar zurĂŒck. Die Kirchners sollen den Staat so um rund eine Milliarde US-Dollar gebracht haben.
Kircher prÀgt politische Landschaft seit langem
Cristina Kirchner prĂ€gt die politische Landschaft in Argentinien seit Jahrzehnten. Sie war First Lady, Senatorin, PrĂ€sidentin und VizeprĂ€sidentin des sĂŒdamerikanischen Landes. Ăber soziale Bewegungen, Gewerkschaften und Parteigruppen wie die ihr treu ergebene Jugendorganisation La CĂĄmpora dominiert die charismatische Politikerin die StraĂe.
Allerdings polarisiert auch kaum eine andere Politikerin so stark wie Kirchner: So innig sie von ihren AnhÀngern geliebt wird, so leidenschaftlich wird sie von ihren Gegnern gehasst. Die politische Landschaft Argentiniens ist stark polarisiert, die "grieta" (Riss) zwischen rechts und links zieht sich durch die ganze Gesellschaft.
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