EU-Fischereiminister, Fangmengen

EU-Fischereiminister einigen sich auf Fangmengen fĂŒr 2025

11.12.2024 - 07:56:15

Die fĂŒr Fischerei zustĂ€ndigen EU-Minister haben sich auf die erlaubten Fangmengen fĂŒr die Nordsee und den Nordostatlantik geeinigt.

Die zustĂ€ndigen Minister beschlossen unter anderem, ein Verbot der gezielten Dorschfischerei im Kattegat bei DĂ€nemark und Schweden beizubehalten, wie die EU-Staaten mitteilten. Zudem sinkt die zulĂ€ssige Beifangmenge den Angaben zufolge um 17 Prozent, beide Maßnahmen sollen auch 2026 gelten.

FĂŒr den EuropĂ€ischen Aal gibt es weiterhin Schutzmaßnahmen. Hierzu gehört etwa eine sechsmonatige Schonzeit. Bei dieser Schonzeit gibt es aber Ausnahmen. Hintergrund der BeschrĂ€nkungen ist, dass viele BestĂ€nde in europĂ€ischen Meeren in einem schlechten Zustand sind. Überfischung, Klimawandel und andere Faktoren setzen den Tieren zu.

Kritik von Greenpeace

Franziska Saalmann von der Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte: "Die Überfischung in der Nordsee geht auch 2025 nahezu ungebremst weiter." Zudem sagte sie, es gebe ein einmonatiges Schlupfloch fĂŒr die Fischerei auf den Aal und die geringeren Fangmengen beim Dorsch reichten nicht aus. Fischereiminister Cem Özdemir (GrĂŒne) habe die Chance fĂŒr eine KursĂ€nderung verstreichen lassen.

Die EU-Kommission erarbeitet jedes Jahr auf Grundlage wissenschaftlicher Empfehlungen Fangmengen, die so angelegt sein sollen, dass die BestĂ€nde nicht unter zu großen Druck geraten. Das letzte Wort haben aber die EU-Fischereiminister, wenn es um BestĂ€nde geht, die nur von EU-Staaten befischt werden. Die Fangmengen in anderen Meeresgebieten mĂŒssen mit DrittlĂ€ndern wie Großbritannien oder Norwegen ausgehandelt werden.

@ dpa.de