Scholz: «Wir sind alle zum Arbeiten geboren»
08.10.2024 - 19:21:51 | dpa.deBundeskanzler Olaf Scholz hat sich skeptisch ĂŒber die Wirkung der geplanten «AnschubprĂ€mie» fĂŒr Langzeitarbeitslose bei Job-Aufnahme geĂ€uĂert. «Ich persönlich teile die Theorie vieler Leute nicht, dass man jemanden zur Arbeit locken muss», sagte der SPD-Politiker in der Sendung «RTL Direkt spezial â Am Tisch mit Olaf Scholz», die heute Abend ausgestrahlt werden soll. «Weil ich glaube, wir sind alle zum Arbeiten geboren.» Das sehe allerdings nicht jeder so, rĂ€umte der Kanzler ein. «Deshalb ist die Frage: Wie kriegen wir das geĂ€ndert?»Â
Die geplante PrĂ€mie von 1.000 Euro fĂŒr eine Jobaufnahme nĂŒtze «vielleicht nicht», sagte Scholz. «Aber schaden tut es auch nicht weiter.» NatĂŒrlich regten sich nun aber Menschen auf, die jeden Morgen arbeiten gingen und keine PrĂ€mie bekĂ€men.
Das Kabinett hatte vergangene Woche VerschĂ€rfungen der Regeln fĂŒr BĂŒrgergeld-EmpfĂ€ngerinnen und -EmpfĂ€nger beschlossen. Bei Ablehnung einer Arbeit mĂŒssen sie bald mit höheren Strafen rechnen. Teil der Regelungen ist auch die sogenannte Anschubfinanzierung. Langzeitarbeitslose, die mehr als zwölf Monate in einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit beschĂ€ftigt sind, sollen einmalig 1000 Euro erhalten können. Die Regelung soll zum 1. Januar 2025 in Kraft treten.Â
Auch in den Reihen der Ampel-Koalition hatte es Kritik an dem Vorhaben gegeben. Am Montag betonte eine Regierungssprecherin aber, die Bundesregierung werde an den PlÀnen festhalten.
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