Verdi, Einigung

Verdi kritisiert ausbleibende Einigung auf höheren Rundfunkbeitrag

12.12.2024 - 16:32:38 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Gewerkschaft Verdi hat die ausbleibende Einigung der BundeslÀnder auf eine Anpassung des Rundfunkbeitrags bei der MinisterprÀsidentenkonferenz am Donnerstag scharf kritisiert.

Logos von ARD, ZDF, 3Sat, Arte (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Logos von ARD, ZDF, 3Sat, Arte (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das "Gebaren" der MinisterprĂ€sidenten in der Rundfunkpolitik sei "nicht hinnehmbar", sagte Christoph Schmitz-Dethlefsen, fĂŒr Medien zustĂ€ndiges Mitglied im Verdi-Bundesvorstand, am Donnerstag. "Indem sie die nötige Beitragserhöhung verwehren, brechen sie mit verfassungsrechtlich geregelten Verfahren." FĂŒr die Mitarbeiter in den MedienhĂ€usern sei dies ein dĂŒsterer Tag, so Schmitz-Dethlefsen.

"Unklare Finanzierung kostet Programm und damit auch AuftrĂ€ge fĂŒr hĂ€ufig jahrzehntelang im Rundfunk TĂ€tige. Mit der Aussicht auf Programmeinschnitte sind dies auch schlechte Nachrichten fĂŒr alle Mediennutzenden", sagte er. Schmitz-Dethlefsen kritisierte auch die am Donnerstag verabschiedete Auftrags- und Strukturreform. "Inhaltlich schwĂ€cht die Reform die öffentlich-rechtlichen Medien insbesondere durch das weitreichende Verbot fĂŒr Texte in Onlinepublikationen. Mit der Reform werden die Angebote fĂŒr Mediennutzende unattraktiver werden", kommentierte er. "Damit schleifen die LĂ€nderchefs die demokratierelevanten öffentlich-rechtlichen Medien - und das Vertrauen in die Politik gleich mit." Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hatte im Februar eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags um monatlich 58 Cent bzw. jĂ€hrlich 0,8 Prozent ab dem 1. Januar 2025 empfohlen. Eine ausbleibende Beitragsanpassung wĂŒrde fĂŒr die Rundfunkanstalten nach EinschĂ€tzung der KEF "die zur ErfĂŒllung ihres derzeitigen Auftrags notwendige Finanzierung gefĂ€hrden". Die LĂ€nder haben aber bislang keinen Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag zur Umsetzung des Vorschlags vorgelegt. ARD und ZDF klagen daher vor dem Bundesverfassungsgericht. 2021 waren sie bereits mit einer Ă€hnlichen Verfassungsbeschwerde erfolgreich.

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