Hessen, Geschlechtergerechtigkeit

Hessen will mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Gesundheit

15.05.2025 - 12:32:54

Die gleichen Symptome werden in der Medizin bei Frauen hÀufig weniger ernst genommen als bei MÀnnern.

Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) möchte, dass sich dies Ă€ndert und forderte im Wiesbadener Landtag eine Verbesserung der Frauengesundheit. Konkret brachten die Regierungsfraktionen von CDU und SPD einen Antrag fĂŒr die Entwicklung in den Bereichen PrĂ€vention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung in das Landesparlament ein.

"Viele Leiden und Erkrankungen von Frauen werden nicht ernst genommen und teils sogar belĂ€chelt und abgetan", sagte Stolz. Die Symptome von beispielsweise Endometriose seien keine Lappalien. Bei der chronischen Krankheit wĂ€chst Gewebe, welches der GebĂ€rmutterschleimhaut Ă€hnelt, außerhalb der GebĂ€rmutter. Typische Symptome sind etwa starke Schmerzen, Verdauungsstörungen und unregelmĂ€ĂŸige Blutungen, so die Endometriose Vereinigung Deutschland.

Mehr Impfungen, mehr Hebammen

Auch die HPV-Impfung solle hĂ€ufiger durchgefĂŒhrt werden, so Stolz. "Viele wissen nicht, dass diese Impfung vor GebĂ€rmutterhalskrebs und anderen Krebsarten schĂŒtzen kann." Um dies zu erreichen, solle das hessische Kindervorsorgezentrum kĂŒnftig dazu einladen.

Neben vielen weiteren Gesundheitsthemen ging es auch um die Förderungen von Hebammen, die junge MĂŒtter unterstĂŒtzen. Stolz hob hervor, dass Hessen gezielt in die Ausbildung dieser FachkrĂ€fte investiere und bis Ende des Jahres mehr als 400 FachkrĂ€fte ausgebildet habe.

@ dpa.de