Dröge, Wahlgeschenke

Dröge kritisiert teure Wahlgeschenke im Bundeshaushalt

30.08.2025 - 00:00:00

Die GrĂŒnen haben die Regierungskoalition fĂŒr ihre PrioritĂ€tensetzung im Bundeshaushalt kritisiert und sie aufgefordert, auf Wahlgeschenke wie die Erhöhung der MĂŒtterrente zu verzichten.

"Teure Wahlgeschenke und zusĂ€tzliche umweltschĂ€dliche Subventionen braucht es auch nicht", sagte GrĂŒnen-Fraktionschefin Katharina Dröge der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) mit Blick auf die geplante Ausweitung der MĂŒtterrente, die höhere Pendlerpauschale und die Agrardiesel-Förderung. Durch den effektiveren Kampf gegen Steuervermeidung und -betrug könnten MilliardenbetrĂ€ge hereinkommen, um Löcher im Bundeshaushalt zu schließen. "Zudem muss die Erbschaftsteuer reformiert werden. Wer 300 Wohnungen erbt oder mehr als 26 Millionen Euro, muss derzeit keinen Cent Erbschaftsteuer zahlen. Das ist eine große Ungerechtigkeit", sagte Dröge. Zur DĂ€mpfung des Beitragsanstiegs brauche es kurzfristig höhere ZuschĂŒsse zur Kranken- und Pflegeversicherung.

"NatĂŒrlich brauchen wir auch Effizienzsteigerungen im Gesundheitssystem. Und langfristig wollen wir mehr Gerechtigkeit und SolidaritĂ€t durch eine BĂŒrgerversicherung, bei der alle, auch Privatversicherte, beteiligt sind. Und auch sehr hohe Vermögen einen gerechten Beitrag leisten", sagte Dröge. "Bei der Rente mĂŒssen wir vor allem die Einnahmen verbessern, indem wir die BeschĂ€ftigung insbesondere von Frauen und durch FachkrĂ€ftezuwanderung erhöhen. Zudem mĂŒssen weitere Gruppen, wie Abgeordnete und nicht anderweitig abgesicherte SelbststĂ€ndige, in die Rentenversicherung einbezogen werden", forderte die GrĂŒnen-Politikerin.

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