GrĂŒne, Förderung

GrĂŒne fordern höhere Förderung bei GebĂ€udedĂ€mmung

27.02.2024 - 15:09:59

Die GrĂŒnen im Bundestag sehen die neue Förderung fĂŒr den Heizungstausch als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, fordern zugleich aber höhere ZuschĂŒsse bei der GebĂ€udedĂ€mmung und beim Geschosswohnungsbau.

"Die neue Förderung fĂŒr klimafreundliche Heizungen ist ein großer Schritt fĂŒr den Klimaschutz, gerade wo die letzte Regierung noch Gasheizungen gefördert hat", sagte der GrĂŒnen-Energiepolitiker Bernhard Herrmann der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Das große Interesse an der Bundesförderung zeige, dass viele BĂŒrger ernsthaftes Interesse an nachhaltiger WĂ€rme hĂ€tten. "Mit dem Blick auf die lange Laufzeit neuer Heizungen sind auch aus wirtschaftlichen GrĂŒnden alle gut beraten, effiziente Heizungen mit einem hohen Anteil Erneuerbarer Energien, einzubauen", sagte der GrĂŒnen-Politiker, und weiter: "Ich hĂ€tte mir eine höhere Förderung im Bereich der GebĂ€udedĂ€mmung und des Geschosswohnungsbaus gewĂŒnscht." Die FörderantrĂ€ge fĂŒr den Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung können seit Dienstag bei der Förderbank KfW gestellt werden.

Antragsberechtigt sind zunĂ€chst EigentĂŒmer von selbstbewohnten EinfamilienhĂ€usern. Der Bundesverband WĂ€rmepumpe (BWP) fordert unterdessen eine Verstetigung der Förderung und Entlastungen beim Strompreis. "Wichtig ist nun eine kontinuierliche und verlĂ€ssliche FortfĂŒhrung der Förderung. Flankierend zur Förderung muss der Strompreis entlastet werden", sagte BWP-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Martin Sabel. Strom stamme zu ĂŒber 50 Prozent aus erneuerbaren Quellen und er koste aktuell mehr als dreimal so viel wie fossiles Erdgas. Das liege vor allem an einem ĂŒberproportional hohen Anteil an Steuern, Abgaben und Umlagen. "Die zu erwartenden deutlichen Preissteigerungen fĂŒr Erdgas und Heizöl sind heute noch nicht unmittelbar erkennbar, also fehlt die Lenkungswirkung." "Hier ist die Politik gefragt, denn wir brauchen eine klare Lenkungswirkung weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien", so Sabel. Es sei wichtig, dass die Förderung nun, da die Beantragung möglich sei, auch langfristig wirken könne. "Nichts ist fĂŒr Hausbesitzer, Handwerker und die Hersteller von Heizungen schwieriger als stĂ€ndig wechselnde Rahmenbedingungen. Diese verursachen Unsicherheit und Unsicherheit fĂŒhrt dazu, dass abgewartet wird, aus Angst etwas falsch zu machen", so der BWP-Chef weiter.

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