GrĂŒne wollen Kampf gegen Organisierte KriminalitĂ€t verstĂ€rken
Veröffentlicht am: 15.12.2024 um 15:40 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDie Sicherheitsbehörden von Bund und LĂ€ndern sollten ein "Gemeinsames Zentrum Organisierte KriminalitĂ€t" auf gesetzlicher Grundlage einrichten. Die zustĂ€ndigen kriminalpolizeilichen Bereiche des Bundeskriminalamtes, der Bundespolizei und des Zolls wollen die GrĂŒnen stĂ€rken. Damit solle auch der Gefahr begegnet werden, dass kriminelle Gruppierungen legale Wirtschaftsbereiche wie die Bauwirtschaft oder den Immobilienhandel unterwanderten und so Preise in die Höhe trieben. Doch heiĂt es im Wahlprogramm auch, dass nachhaltiges Vorgehen gegen diese kriminellen AktivitĂ€ten nur in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft gelinge und auf PrĂ€vention und AufklĂ€rung setzen mĂŒsse. Die GrĂŒnen wollen zudem die bestehenden Behörden zu einer Finanzpolizei ausbauen, um die GeldwĂ€sche zu bekĂ€mpfen. Es mĂŒsse auch einfacher werden, Vermögen von Kriminellen einzuziehen. "Wir mĂŒssen Kriminelle dort treffen, wo es ihnen weh tut - beim Geld", heiĂt es in dem Entwurf. Eine bundesweite Servicestelle solle die Expertise ĂŒber den Missbrauch von KryptowĂ€hrungen bĂŒndeln. In ihrem Wahlprogramm kĂŒndigen die GrĂŒnen ferner an, die Verfolgung schwerer FinanzkriminalitĂ€t deutlich auszubauen. Steuerschlupflöcher wollen sie schlieĂen, um BetrugsfĂ€lle wie Cum-Ex zu verhindern. Bundespolizei, Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz sollen besser ausgestattet werden, zugleich soll die europĂ€ische Polizeibehörde zu einem EuropĂ€ischen Kriminalamt mit eigenen operativen Möglichkeiten weiterentwickelt werden. Mit Blick auf terroristische Bedrohungen fordern die GrĂŒnen: "Top-GefĂ€hrder mĂŒssen stets im Blick der Sicherheitsbehörden sein, lĂŒckenlos ĂŒberwacht und wo immer möglich aus dem Verkehr gezogen werden." Extremistische Netzwerke mĂŒssten von Sicherheitsbehörden intensiv beobachtet und Vereinsverbote konsequent ausgesprochen werden.
