ThĂŒringer, Kommunalwahlen

ThĂŒringer Kommunalwahlen: Mehrere Stichwahlen möglich

26.05.2024 - 20:14:22

Die Höcke-AfD will LandratsĂ€mter und RathĂ€user erobern - und sich fĂŒr die Landtagswahl in Stellung bringen. Nach ZwischenstĂ€nden gelingt das nicht. Doch einige Kandidaten haben Chancen auf Stichwahlen.

  • GewĂ€hlt werden in ThĂŒringen unter anderem 17 Kreistage, StadtrĂ€te und OberbĂŒrgermeister in den fĂŒnf kreisfreien StĂ€dten und LandrĂ€te in 13 Landkreisen. - Foto: Michael Reichel/dpa

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  • Die AuszĂ€hlungen nach den Kommunalwahlen in ThĂŒringen laufen. - Foto: Heiko Rebsch/dpa

    Heiko Rebsch/dpa

GewĂ€hlt werden in ThĂŒringen unter anderem 17 Kreistage, StadtrĂ€te und OberbĂŒrgermeister in den fĂŒnf kreisfreien StĂ€dten und LandrĂ€te in 13 Landkreisen. - Foto: Michael Reichel/dpaDie AuszĂ€hlungen nach den Kommunalwahlen in ThĂŒringen laufen. - Foto: Heiko Rebsch/dpa

Bei den ThĂŒringer Landrats- und OberbĂŒrgermeisterwahlen hat die AfD nach ZwischenstĂ€nden kaum Chancen, LandratsĂ€mter und RathĂ€user im ersten Anlauf zu erobern. Allerdings zeichnen sich in mehreren Regionen Stichwahlen mit AfD-Beteiligung ab. Damit hat die Partei von Rechtsaußen Björn Höcke im Freistaat noch Chancen auf kommunale SpitzenĂ€mter.

Das gilt etwa fĂŒr die Landkreise Sömmerda und Wartburgkreis, wo die Kandidaten von CDU und AfD nach AuszĂ€hlung der HĂ€lfte der Stimmbezirke nah beieinander lagen. Ähnlich war die Lage im Landkreis Altenburger Land und KyffhĂ€user, wo Stichwahlen der Amtsinhaber gegen AfD-Kandidaten möglich sind. Die Kommunalwahlen gelten als erster Stimmungstest vor allem fĂŒr die Landtagswahl am 1. September. Stichwahlen sind fĂŒr den 9. Juni geplant - zeitgleich mit der Europawahl.

Abgestimmt wurde in 13 Landkreisen ĂŒber die LandrĂ€te, von denen die CDU bisher acht stellte. Einige langjĂ€hrigen CDU-Amtsinhaber, darunter Deutschlands dienstĂ€lteste LandrĂ€te in den Kreisen Eichsfeld und Greiz, traten nicht mehr an. Im Kreis Sonneberg wurde 2023 der erste AfD-Landrat bundesweit gewĂ€hlt. Danach scheiterte die Partei, die in ThĂŒringen vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, bei weiteren kommunalen Abstimmungen im Freistaat in den Stichwahlen.

1,74 Millionen ThĂŒringen entschieden auch ĂŒber die BĂŒrgermeister und OberbĂŒrgermeister in 94 StĂ€dten sowie die Kandidaten fĂŒr 17 Kreistagen und mehr als 600 Stadt- und GemeinderĂ€ten. WĂ€hlen konnten auch 16- und 17-JĂ€hrige.

In Umfragen liegt die AfD vorn

Einen Tag vor der Wahl waren bei Demonstrationen fĂŒr ein weltoffenes ThĂŒringen und gegen Rechtsextremismus thĂŒringenweit viele Hundert Menschen auf die Straße gegangen. Allein in Erfurt beteiligten sich nach Polizeiangaben bis zu 2000 Menschen an einer Kundgebung. Die Wahlbeteiligung lag bis 16.00 Uhr bei 46,2 Prozent.

In Umfragen zur Landtagswahl liegt die AfD trotz Einbußen derzeit mit 30 Prozent weit vor der CDU mit etwa 20 Prozent und der Linken von MinisterprĂ€sident Bodo Ramelow (Linke) mit 16 Prozent. ThĂŒringen wird seit 2014 von einer rot-rot-grĂŒnen Koalition regiert, die seit 2020 aber ĂŒber keine eigene Mehrheit mehr im Landtag verfĂŒgt.

@ dpa.de