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Jusos trauen neuen CDU-ReformansÀtzen noch nicht

23.02.2026 - 10:56:28 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Jusos sind trotz des Entgegenkommens beim Thema Reform des Sozialstaats durch den Bundeskanzler weiter skeptisch."Das sind neue Töne aus der CDU.

Philipp TĂŒrmer (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Philipp TĂŒrmer (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das ist gut. Ich traue dem Braten noch nicht ganz", sagte der Vorsitzende Philipp TĂŒrmer den Sendern RTL und ntv. "Das war eine klare Ansage an seine Partei, dass man den Sozialstaat nicht reformieren kann, indem man den Leuten die Zahnarztleistungen streicht. Ich bin mir noch unsicher, ob sich daran alle in der Union halten. Aber es wĂ€re auf jeden Fall begrĂŒĂŸenswert."

Angesprochen darauf, welche Reformen die Regierung nun zuerst angehen mĂŒsste, antwortete TĂŒrmer: "Wir mĂŒssen KapitalertrĂ€ge zur Finanzierung des Sozialstaats heranziehen." Es sei total unfair, dass der gesamte Sozialstaat nur von den Löhnen der Arbeitnehmer bezahlt werde und Menschen, die viele Milliarden an KapitalertrĂ€gen hĂ€tten, sich "komplett rausnehmen".

"Niemand will Kleinsparer treffen. In jedem Fall gĂ€be es da immer FreibetrĂ€ge." Es gehe ihm um "andere Leute". So gebe es fast zehn MilliardĂ€re unter 30 in Deutschland. "Die haben ganz gewiss nicht dafĂŒr gearbeitet, sondern die haben das einfach von Mami und Papi geerbt oder geschenkt bekommen. Das ist unfair. Diese Menschen leisten im Moment kaum etwas zur Finanzierung unseres Sozialstaats. Das geht nicht."

Dass CSU-Chef Markus Söder zuletzt eine Reform der Erbschaftssteuer kategorisch ausgeschlossen hatte, besorgt den Juso-Chef nicht. "Markus Söder sagt alle drei Tage was anderes, und besonders am Aschermittwoch. Ich bin mir unsicher, ob er sich selbst noch daran erinnern kann, was er da gesagt hat."

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