Forsa: Jeder Zweite fĂŒr komplette Soli-Abschaffung
22.12.2024 - 00:01:00Vier Prozent Ă€uĂerten keine Meinung. Der Solidarzuschlag wurde 1995 zur Finanzierung der Deutschen Einheit eingefĂŒhrt, 2021 schaffte die damalige GroĂe Koalition die Abgabe fĂŒr 90 Prozent der Steuerzahler wieder ab. AbfĂŒhren mĂŒssen den Soli noch Unternehmen und Höherverdienende, etwa Ledige mit mehr als 110.000 Euro Bruttoeinkommen im Jahr. In der Kasse des Bundes landen so jĂ€hrlich rund zwölf Milliarden Euro. CDU/CSU und FDP versprechen in ihren Wahlprogrammen nun die komplette Abschaffung. Die Ostdeutschen sind etwas hĂ€ufiger fĂŒr ein Ende des Soli-Zuschlags als die Westdeutschen (54 zu 52 Prozent). FĂŒr die Soli-Abschaffung sprechen sich am stĂ€rksten die WĂ€hler der FDP (74 Prozent) und der AfD (75 Prozent) aus. Bei den AnhĂ€ngern der Union sind 61 Prozent dafĂŒr. Mehrheitlich dagegen sind die WĂ€hler von SPD (58 Prozent) und GrĂŒnen (63 Prozent). Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa fĂŒr den "Stern" und RTL Deutschland am 16. und 17. Dezember 2024 unter 1.003 Personen erhoben. Die genaue Formulierung der Frage lautete: "Den sogenannten SolidaritĂ€tszuschlag auf Erwerbseinkommen und KapitalertrĂ€ge mĂŒssen seit 2021 nur noch Personen bzw. Unternehmen mit sehr hohen Einkommen bezahlen. Jetzt gibt es die Forderung, den SolidaritĂ€tszuschlag vollstĂ€ndig abzuschaffen. FĂ€nden Sie das richtig oder nicht richtig?"


