Deutschland, Gesundheit

Gutverdiener sollen mehr für Krankenkasse zahlen

16.04.2026 - 17:57:12 | dpa.de

Die Koalition will steigende Gesundheitsausgaben unter Kontrolle bringen, um neue Beitragserhöhungen zu vermeiden. Kommt dazu auch eine Mehrzahlung für Menschen mit höheren Einkommen?

Der Entwurf von Ministerin Warken soll am 29. April ins Bundeskabinett. (Archivbild) - Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen sollen nach Plänen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) Gutverdiener im nächsten Jahr mehr einzahlen. Die Beitragsbemessungsgrenze solle 2027 einmalig um rund 300 Euro zusätzlich angehoben werden, heißt es in einem Referentenentwurf, der in die regierungsinterne Abstimmung ging. «So stärken wir die Beitragsgerechtigkeit und generieren einen solidarischen Beitrag von Arbeitgebern und Personen mit höheren Einkommen zum Reformpaket.»

Aktuell liegt die Grenze, die jährlich angepasst wird, bei 5.812,50 Euro. Bis zu dieser Schwelle des Brutto-Monatsgehalts werden Versicherungsbeiträge fällig, vom darüber liegenden Gehalt werden keine Beiträge mehr abgezogen. Durch den geplanten zusätzlichen Aufschlag außerhalb der regulären Anpassung kalkuliert das Ministerium mit Mehreinnahmen von je 1,2 Milliarden Euro von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die sich die Krankenkassenbeiträge teilen.

Einsparungen von 19,6 Milliarden Euro

Zunächst berichteten der «Politico Pro-Newsletter Gesundheit» und die «Süddeutsche Zeitung» darüber. Warken will die Kassen mit dem Gesetz 2027 um 19,6 Milliarden Euro entlasten. Dies wäre mehr als die erwartete Lücke von 15,3 Milliarden Euro und soll neue Anhebungen der Zusatzbeiträge verhindern. Im Blick stehen Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche - aber auch höhere Zuzahlungen und Einschränkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern. Der Entwurf soll am 29. April ins Kabinett.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69174981 |

Weitere Meldungen

Künstliche Intelligenz erobert Chinas Sextoy-Branche. Der Markt galt als schwierig. Doch mittlerweile erlebt die Branche einen Aufwind. Sex und Erwachsenenspielzeuge waren in China lange eher Tabu-Thema. (Wirtschaft, 17.04.2026 - 07:32) weiterlesen...

Limo, Tiefkühlpizza, Wurst - für Kinder besonders schädlich?. Doch wer zu viel davon isst, kann dick werden. Fachleute erläutern, welche Folgen das noch haben kann. Hochverarbeitete Lebensmittel wie Chips oder Wurst sind bei Kindern oft beliebt. (Wissenschaft, 17.04.2026 - 06:00) weiterlesen...

«Gelebte Frauenpolitik»: Warken verteidigt Reformpläne. Im Zuge dessen will sie auch die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern abschaffen. Aber nicht nur aus finanziellen Gründen. Die Gesundheitsministerin plant ein großes Sparpaket. (Politik, 17.04.2026 - 05:00) weiterlesen...

Gutverdiener sollen mehr für die Krankenkasse zahlen Die Koalition will steigende Gesundheitsausgaben unter Kontrolle bringen, um neue Beitragssprünge zu vermeiden. (Politik, 16.04.2026 - 19:30) weiterlesen...

Fitnessstudio-Boom: Das sind die wichtigsten Trends. Bei einer Kölner Messe wird der Body-Kult wieder schweißtreibend zelebriert. Ob Laufen, Hanteln stemmen oder Rückentraining: Fitness-Übungen sind wichtig, um den Körper in Form zu halten. (Wirtschaft, 16.04.2026 - 12:32) weiterlesen...

Rückschlag für weiteres Alzheimer-Mittel Donanemab. Das könnte Folgen für die künftige Verfügbarkeit des Mittels haben. Auch für das Alzheimer-Mittel Donanemab sehen Experten keinen zusätzlichen Nutzen im Vergleich zu gängigen älteren Behandlungen. (Wissenschaft, 16.04.2026 - 11:27) weiterlesen...