LÀnder, Klingbeil

LÀnder kritisieren Klingbeil fĂƒÂŒr SteuerplÀne

03.06.2025 - 17:21:15

Die Kritik der LÀnder an den SteuerplÀnen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) wird lauter - auch in SPD-regierten BundeslÀndern.

Die EinnahmeausfÀlle, die durch das "Entlastungspaket" zu erwarten seien, könnten nicht einfach durchgewunken werden, sagte die MinisterprÀsidentin des Saarlands, Anke Rehlinger (SPD), dem Nachrichtenportal "T-Online" am Dienstag. Sie nannte das Vorhaben, durch "massive Investitionen" den wirtschaftlichen Motor Deutschlands wieder ins Laufen zu bringen, zwar "richtig und wichtig". Doch warnte die SPD-Politikerin zugleich vor der "teilweise dramatischen Haushaltslage vieler LÀnder und Kommunen". Mit Blick auf die am Donnerstag stattfindende MinisterprÀsidentenkonferenz (MPK), bei der das Finanzpaket Top-Thema sein soll, sagte Rehlinger an die Adresse der Bundesregierung gerichtet: "Das wird noch Kompromissbereitschaft erfordern. Die Investitionsmilliarden verpuffen einfach, wenn LÀndern und Kommunen in ihren Kernhaushalten die Einnahmen wegfallen." Auch Mecklenburg-Vorpommers Finanzminister Heiko Geue (SPD) ÀuÃ?erte sich kritisch ĂƒÂŒber das Klingbeil-Paket.

Zwar begrĂƒÂŒĂƒ?e er die MaÃ?nahmen des Wachstumsboosters grundsÀtzlich. Doch sei die Finanzierung noch in einer "Schieflage", sagte Geue dem Nachrichtenportal. "LÀnder und Kommunen können nicht zwei Drittel der geplanten Entlastung mitfinanzieren. Landeshaushalte und kommunale Haushalte befinden sich an ihrer Belastungsgrenze." Insbesondere fĂƒÂŒr die Kommunen mĂƒÂŒsse der Bund ein Kommunalpaket schnĂƒÂŒren, um die Belastungen auszugleichen, forderte Geue. "Sonst passiert Folgendes: Der Bund gibt Gas und LÀnder und Kommunen mĂƒÂŒssen bremsen, bei Schulen, Kitas, im Nahverkehr oder anderen Bereichen." Den Einwand, etwa von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch vor wenigen Tagen, demzufolge die LÀnder als Ausgleich Milliardensummen aus dem Infrastruktur-Sondervermögen erhielten, weist Geue zurĂƒÂŒck. "Wer jetzt sagt, dass LÀnder und Kommunen die 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur zum Belastungsausgleich verwenden sollen, verkennt, dass die hier mitfinanzierten Investitionen dafĂƒÂŒr vorgesehen sind, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, statt es durch die Notwendigkeit der Mitfinanzierung des Wachstumsboosters wieder auszubremsen."

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