NRW, HES

LĂ€nder pochen auf Ausgleich fĂŒr Senkung der Gastro-Steuer

23.10.2025 - 06:43:55 | dts-nachrichtenagentur.de

Die LÀnder bestehen im Streit um die Senkung der Gastro-Mehrwertsteuer und die Erhöhung der Pendlerpauschale auf die Kompensation der SteuerausfÀlle durch den Bund.

Gastronomie (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, die durch das Gesetzesvorhaben entstehenden Steuermindereinnahmen der LĂ€nder und Kommunen nachhaltig zu kompensieren", sagte ein Sprecher von NRW-MinisterprĂ€sident Hendrik WĂŒst (CDU) der "Rheinischen Post". Dem habe auch Nordrhein-Westfalen zugestimmt. "Der Bundeskanzler und die LĂ€nder haben sich zudem bereits in ihrem Beschluss vom 18. Juni zu dem im Koalitionsvertrag niedergelegten Grundsatz der VeranlassungskonnexitĂ€t bekannt", sagte WĂŒsts Sprecher. Demnach soll diejenige Ebene eine Maßnahme finanziell tragen mĂŒssen, die sie veranlasst hat.

"Es ist geeint beschlossen worden, in einer Bund-LĂ€nder-Arbeitsgruppe diesen Grundsatz mit Leben zu fĂŒllen. Bund und LĂ€nder haben sich dazu nun auf den Weg gemacht. Es wurde ein gemeinsamer Arbeitsprozess gestartet und verabredet, dass spĂ€testens bis zur MPK mit dem Bundeskanzler am 4. Dezember eine Vereinbarung getroffen werden soll", sagte er. Auch Hessens Vize-MinisterprĂ€sident und Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) pocht auf Kompensationsleistungen. "Die Zeiten, in denen der Bund milliardenschwere Steuergeschenke beschließt und LĂ€nder und Kommunen die Zeche zahlen, sind vorbei. Wer bestellt, bezahlt", sagte Mansoori den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er reagierte damit auf Äußerungen des SPD-Parteichefs und Bundesfinanzministers Lars Klingbeil. Dieser hatte die LĂ€nder aufgefordert, das geplante Maßnahmenpaket der Bundesregierung mitzutragen. Immerhin gehe es um Entlastungen fĂŒr BĂŒrger. Doch Klingbeil stellte auch klar: "Es wird keine Kompensation des Bundes geben." Das Bundeskabinett hatte den geplanten Entlastungen bereits im September zugestimmt. Bundestag und Bundesrat mĂŒssen aber noch grĂŒnes Licht geben. Sollten die Entlastungen in Kraft treten, wĂŒrde die Mehrwertsteuer auf Speisen fĂŒr Gastronomiebetriebe ab Jahresbeginn 2026 wieder auf sieben Prozent sinken. Die Pendlerpauschale soll, ebenfalls ab Jahresbeginn, einheitlich auf 38 Cent ab dem ersten gefahrenen Kilometer steigen. Bisher galt dieser Satz erst ab dem 21. Kilometer. Außerdem soll die Ehrenamtspauschale von 840 auf 960 Euro pro Jahr angehoben werden. Der Bundesrat hatte in einer Stellungnahme bereits kritisiert, dass die geplanten Entlastungen zu milliardenschweren Einbußen bei den Steuereinnahmen fĂŒhren, die etwa zur HĂ€lfte von LĂ€ndern und Gemeinden zu tragen seien. Wie die Vertreter aus NRW und Hessen lehnt auch das Land Bremen eine Kostenbeteiligung an der geplanten Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie ab 1. Januar 2026 strikt ab. "Bremen hat als Haushaltsnotlageland keinen Cent zu verschenken", sagte Bremens Finanzsenator Björn Fecker (GrĂŒne) der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Allein die Umsatzsteuer-Senkung fĂŒr die Gastronomie bedeutet fĂŒr den Stadtstaat Bremen Einnahmeverluste von 20 Millionen Euro pro Jahr." "Der Wegfall dieser fest eingeplanten Mittel ist zusammen mit anderen SteuerausfĂ€llen wie der Senkung der Einkommensteuertarife nicht mehr verkraftbar", so Fecker. "Wenn der Bund sich durch seine alleinige Entscheidung fĂŒr die Subventionierung einer einzelnen Branche entscheidet und damit immense EinnahmeausfĂ€lle bei den LĂ€ndern und Kommunen erzeugt, dann muss er diese AusfĂ€lle auch angemessen kompensieren", forderte der GrĂŒnen-Politiker.

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