Kretschmer: LĂ€nder in Forderung nach Kostenersatz einig
05.06.2025 - 08:40:54Im Ringen um die Finanzierung des geplanten Pakets zur Ankurbelung der Wirtschaft verlangen die LĂ€nder nach Angaben des Vorsitzenden der MinisterprĂ€sidentenkonferenz, Michael Kretschmer (CDU), einhellig einen Ersatz ihrer Kosten. «16 BundeslĂ€nder, 16 Mal die gleiche Meinung», sagte der sĂ€chsische MinisterprĂ€sident im Deutschlandfunk nach einem gemeinsamen Essen der Landesregierungschefs am Vorabend mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Sie kommen am Vormittag ohne den in die USA gereisten Merz zur MinisterprĂ€sidentenkonferenz zusammen.Â
Die Kosten des Vorhabens gingen ĂŒberwiegend zu Lasten der LĂ€nder und Kommunen, sagte der CDU-Politiker Kretschmer. Daher gelte fĂŒr alle: «Wir brauchen diese Reform, damit Deutschland wieder auf die Beine kommt, wir mĂŒssen wettbewerbsfĂ€higer werden. Aber wir können das nicht den Kommunen aufhalsen, und wir können das auch nicht als LĂ€nder stemmen. Und deswegen waren wir uns gestern Abend einig: Wir werden eine Lösung finden, dass die Kosten so geteilt werden und so auch ersetzt werden den LĂ€ndern und Kommunen, dass das Ganze machbar ist.» Er fĂŒgte hinzu: «Es klĂ€rt sich im Wesentlichen ĂŒber die Verteilung der Umsatzsteuer.» Die Einnahmen daraus teilen sich Bund, LĂ€nder und Kommunen.Â
Zugleich warb Kretschmer dafĂŒr, wie zwischen LĂ€ndern und Kommunen auch zwischen Bund und LĂ€ndern das Prinzip einzufĂŒhren, dass Bundesgesetze, die den LĂ€ndern Kosten aufbĂŒrden, ausgleichspflichtig sind. «Jetzt ist der Zeitpunkt, fĂŒr die nĂ€chsten Jahre und Jahrzehnte eine tragfĂ€hige Lösung zu erarbeiten», sagte Kretschmer.Â
Nötig sei auch eine Reduzierung von Sozialleistungen. «Der Staat hat sich auch zu viele Aufgaben an sich gezogen, die eigentlich Aufgabe der BĂŒrger sind», sagte er. «Wenn der Staat seine Leistungen reduziert, vor allem Sozialleistungen, dann geht das meistens mit einer heftigen Diskussion einher, aber die werden wir uns nicht ersparen dĂŒrfen.» Dabei sei das BĂŒrgergeld «eines der zentralen Themen».


