Linke, Steuer-PlÀne

Linke hĂ€lt Steuer-PlĂ€ne der SPD fĂŒr unglaubwĂŒrdig

06.11.2023 - 14:54:33

Die Linke im Bundestag hĂ€lt Überlegungen der SPD zur stĂ€rkeren Besteuerung von Spitzenverdienern fĂŒr unglaubwĂŒrdig.

Die neuesten VorschlĂ€ge seien "reine PR", sagte Fraktionschef Dietmar Bartsch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). "Die SPD soll AntrĂ€ge im Kabinett oder im Bundestag stellen, nicht auf ihrem Parteitag. Die SPD stellt den Bundeskanzler, aber offensichtlich ist die SPD gegenĂŒber der FDP so durchsetzungsschwach, dass nicht mehr geht als diese Pseudopolitik."

Mit der Ampel werde es keine Krisenabgabe fĂŒr Superreiche und keine Steuergerechtigkeit geben. Faktisch unternehme die Koalition sogar das Gegenteil, indem sie zum Beispiel die BĂŒrger mit der Anhebung der Mehrwertsteuer noch mehr belaste. Der Linken-Fraktionsvorsitzende reagierte damit auf einen Beschluss des SPD-PrĂ€sidiums von Montag, welches in seiner Sitzung den Leitantrag fĂŒr den Parteitag im Dezember gebilligt hatte. Darin wird argumentiert, dass die jĂŒngsten Krisen die soziale Ungleichheit in Deutschland verstĂ€rkt hĂ€tten. Die Sozialdemokraten wollen unter anderem Steuerzahler, die reichensteuerpflichtig sind, zusĂ€tzlich mit einer "temporĂ€ren Krisenabgabe" belasten. Im Gegenzug sollen 95 Prozent der Bevölkerung weniger Einkommensteuer zahlen. Um mehr Investitionen zu ermöglichen, will die SPD die Regeln der Schuldenbremse kurzfristig Ă€ndern und das Instrument auf lĂ€ngere Sicht grundlegend reformieren.

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