Familien

Linke dringt auf weitere Bundesmilliarden fĂŒr Kinderbetreuung

06.10.2025 - 00:00:00

Die Linkspartei fordert eine stÀrkere Beteiligung des Bundes an den Kosten der Kinderbetreuung.

"Der Bund kann sich nicht damit herausreden, dass Bildung LĂ€ndersache sei, denn schließlich hat er den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz geschaffen", sagte Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Montagausgaben). "Wer bestellt, kann die Rechnung nicht andere ĂŒbernehmen lassen", sagte Reichinnek. Der Bund unterstĂŒtze die LĂ€nder und Kommunen seit Jahren mit gleichbleibend circa zwei Milliarden pro Jahr.

Die Kosten des Kita-Systems aber stiegen laut der Linksfraktionschefin Jahr fĂŒr Jahr um rund drei Milliarden Euro und lĂ€gen inzwischen bei mehr als 50 Milliarden Euro. "Es braucht eine verlĂ€ssliche und angemessene Finanzierung durch den Bund und bundesweit einheitliche QualitĂ€tsstandards", forderte Reichinnek. Die Linksfraktionschefin lud Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu einem "Kita-Gipfel" im Bundestag ein. Über ein entsprechendes Schreiben Reichinneks berichtet der RND. Am 20. November will Reichinnek Vertreter von Bund, LĂ€ndern und Kommunen sowie von Kita-BeschĂ€ftigten und Eltern zusammenkommen lassen. "Seit Jahren befindet sich das Kita-System am Rande des Kollaps", heißt es in Reichinneks Brief an Merz. Kita-BeschĂ€ftigte gingen jeden Tag ĂŒber ihre Belastungsgrenze. "Hinzu kommt, dass nach wie vor nicht ausreichend Kita-PlĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen." Der FachkrĂ€ftemangel sei "enorm". Die Linksfraktion erwartet, dass sich dieser "durch den anstehenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen im kommenden Jahr weiter verschĂ€rfen" werde, da Kita-Personal in die Hortbetreuung wechseln werde.

@ dts-nachrichtenagentur.de