MinisterprÀsident Weil will nationalen Konsens bei Migration
05.11.2023 - 04:37:09Niedersachsens MinisterprĂ€sident Stephan Weil fordert in der Migrationskrise einen nationalen Konsens. Dies wĂ€re fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ein wichtiges Zeichen einer gemeinsamen Wahrnehmung von Verantwortung, sagte der SPD-Politiker auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.
Am Montag beraten die 16 Regierungschefs der LĂ€nder mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ĂŒber zahlreiche Themen - darunter etwa die Finanzierung der FlĂŒchtlingsunterbringung. «Die Finanzierung der Grundversorgung von GeflĂŒchteten ist eine nationale Aufgabe, die von LĂ€ndern und Kommunen gemeinsam getragen werden muss», forderte Weil.
Wenn der Bund nicht bereit sei, einen nennenswerten eigenen Anteil zu ĂŒbernehmen, liefen die Kommunen Gefahr, ihre HandlungsfĂ€higkeit auch in anderen Bereichen zu verlieren, sagte der Regierungschef. «Das Vertrauen der Menschen in die Politik droht dann noch weiter verloren zu gehen.»
Weils Forderung
Niedersachsens Regierungschef forderte erneut, dass die Zahl der nach Deutschland kommenden Menschen reduziert werden muss. «Es hilft nichts, wir mĂŒssen die Zahl der allwöchentlich zu uns kommenden Menschen reduzieren. Wir wollen denjenigen, die wirklich Asyl oder Schutz nach der Genfer FlĂŒchtlingskommission bei uns brauchen, auch zukĂŒnftig helfen.»
Um dies möglich zu machen, mĂŒsse man diejenigen, die aus anderen nachvollziehbaren, aber eben nicht so dringenden GrĂŒnden kommen, leider wieder nach Hause schicken, sagte der SPD-Politiker. «Die Kommunen sind am Anschlag, sowohl finanziell wie auch von ihren UnterbringungskapazitĂ€ten her.»
Weil zeigte sich unterdessen zuversichtlich, dass sich Bund und LĂ€nder auf einen Pakt fĂŒr Beschleunigung verstĂ€ndigen. «Ein wichtiges Thema, das Gefahr lĂ€uft, in der öffentlichen Aufmerksamkeit ein wenig unterzugehen. Wir mĂŒssen schneller werden beim Ausbau der erneuerbaren Energien und bei der Sanierung unserer Infrastruktur», betonte der MinisterprĂ€sident.


