Ost-BundeslĂ€nder, Schließungen

Ost-BundeslĂ€nder erwarten keine Schließungen wegen Klinikreform

18.06.2024 - 18:05:14

Die MinisterprĂ€sidenten der Ost-BundeslĂ€nder gehen davon aus, dass dort durch die Krankenhausreform keine weiteren Kliniken geschlossen werden mĂŒssen.

Man habe "eine klare Zusage bekommen", dass "die Standortfrage fĂŒr uns außen vor bleibt", sagte Reiner Haseloff (CDU), MinisterprĂ€sident von Sachsen-Anhalt, nach einem Treffen der ostdeutschen Regierungschefs mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Dienstag. Die Reduzierung der Standorte sei bereits in den letzten 30 Jahren erfolgt. Nun gelte es, "die Steuerung ĂŒber die entsprechenden angebotenen Leistungen sicherzustellen", so Haeseloff.

Mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mĂŒssten die "ostdeutschen SonderverhĂ€ltnisse" besprochen werden, "damit daraus ein gutes Gesetz wird, was auch Akzeptanz findet". Scholz Ă€ußerte sich Ă€hnlich. "Gerade im Osten Deutschlands sind die Strukturreformen in der Vergangenheit gemacht worden, was etwas Standorte betrifft, und deshalb geht es hier gar nicht um die Standorte", sagte der Kanzler und kĂŒndigte Maßnahmen an, um die Ă€rztliche Versorgung lĂ€ndlicher Regionen zu verbessern. Mit einer besseren wirtschaftlichen Absicherung der TĂ€tigkeit von Ärzten wolle man "eine höhere AttraktivitĂ€t dieser Angebote im lĂ€ndlichen Raum zustande kriegen, damit nicht einige Teile unserer Bevölkerung ohne nahe gute medizinische Versorgung bleiben". Haseloff erklĂ€rte, dass man die Möglichkeiten im Zentralen Vermittlungssystem nutzen wolle, sodass mehr Menschen in der eigenen Region Medizin studieren und dort bleiben können. "Hier werden wir gemeinsam darum ringen, dass wir von den bisherigen wenigen Prozenten, die uns zur freien VerfĂŒgung stehen, im Sinne der Landarztquote auf 30 Prozent hochkommen."

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