MinisterprÀsidenten, Migration

MinisterprÀsidenten beraten zu Migration und Rundfunk

23.10.2024 - 12:44:08

Die MinisterprÀsidentinnen und MinisterprÀsidenten der LÀnder kommen von heute Abend bis Freitag zu ihrer Jahreskonferenz in Leipzig zusammen.

Die Beratungen beginnen am Donnerstag. Im Mittelpunkt des dreitĂ€gigen Treffens stehen GesprĂ€che ĂŒber Reformen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ĂŒber Migration sowie ĂŒber die angespannte Finanzlage der Kommunen. Zudem treffen sich die Regierungschefs in Leipzig mit den Behindertenbeauftragten der LĂ€nder und Vertretern von InklusionsverbĂ€nden.

Sachsen hat zum 1. Oktober den Vorsitz der MinisterprĂ€sidentenkonferenz (MPK) ĂŒbernommen. Der MinisterprĂ€sident des Freistaates, Michael Kretschmer (CDU), dringt weiter auf eine schĂ€rfere Asylpolitik. Die Zahl der 170.000 AsylantrĂ€ge, die bis Ende September in Deutschland gestellt wurde, sei einfach zu hoch. Sachsen fordert unter anderem ZurĂŒckweisungen an den Grenzen, einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen und die DurchfĂŒhrung von Asylverfahren in nicht EU-LĂ€ndern.

Einigung zum Rundfunkbeitrag offen

Ein heikler Punkt sind die Beratungen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dabei geht es um Reformen in den Anstalten - und ums Geld von Sendern wie ARD und ZDF ab dem kommenden Jahr. Die zustĂ€ndige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 58 Cent auf monatlich 18,94 Euro ab Januar empfohlen. Die LĂ€nder mĂŒssen ein Plus einstimmig beschließen. Allerdings gibt es WiderstĂ€nde gegen die Erhöhung, etwa aus Bayern und Sachsen-Anhalt.

Die Kampagnenorganisation Campact hat fĂŒr Freitag Protest vor der Kongresshalle am Zoo, dem Tagungsort der LĂ€nderchefs, angekĂŒndigt. Sie wendet sich gegen die geplanten KĂŒrzungen bei den öffentlich-rechtlichen Programmangeboten und die mögliche Schließung von TV- und Radiosendern.

Die MinisterprĂ€sidentenkonferenz ist ein Gremium der 16 BundeslĂ€nder. Bei den Treffen geht es darum, gemeinsame Positionen der LĂ€nder abzustimmen, die dann gegenĂŒber dem Bund vertreten werden.

@ dpa.de