Arbeitsmarkt, 700

Regierungssprecher: Abschaffung von Feiertag ist Spekulation

17.04.2026 - 13:56:38 | dts-nachrichtenagentur.de

Die mögliche Abschaffung eines Feiertags als Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Krise ist laut stellvertretendem Regierungssprecher Steffen Meyer "Spekulation".

Männergruppe mit Bollerwagen an Christi Himmelfahrt (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Er wolle einzelne mögliche Maßnahmen nicht bewerten, sagte Meyer am Freitag der dts Nachrichtenagentur.

Ein klares Dementi, dass die Bundesregierung eine solche Maßnahme erwägt, vermied er aber ebenso: In der aktuellen angespannten wirtschaftlichen Lage seien "immer wieder Vorschläge auch in der Diskussion", so Meyer. "Insofern konzentrieren wir uns darauf, die Dinge intern vorzubereiten und dann zu verkünden, wenn wir uns auf etwas geeinigt haben", so der stellvertretende Regierungssprecher.

Der Kanzler hatte letztes Jahr gesagt, das Thema Feiertagsabschaffung komme immer wieder hoch "wie das Ungeheuer von Loch Ness", er wolle eine solche Diskussion aber gar nicht führen. Ein paar Wochen später sagte er in einem TV-Interview, von ihm aus könnte der Pfingstmontag entfallen, "aber wir werden ihn behalten". Laut "Spiegel" hatte die Union dann beim Koalitionsausschuss am letzten Wochenende in der Villa Borsig vorgeschlagen, den 1. Mai als gesetzlichen Feiertag abzuschaffen - die SPD soll empört gewesen sein.

Der stellvertretende Regierungssprecher wollte das am Freitag nicht kommentieren. Es sei "enorm wichtig, dass wir diese Gespräche in aller Ernsthaftigkeit aber auch in aller Vertraulichkeit führen", sagte Meyer der dts Nachrichtenagentur.

Nach Berechnungen von Ökonomen würde jeder zusätzliche Arbeitstag das BIP um etwa 0,2 Prozent steigen lassen. In Deutschland gibt es neun bundeseinheitliche Feiertage, von denen vier per Definition nie auf ein Wochenende fallen. Fünf weitere rotieren über alle sieben Wochentage und sorgen damit durchschnittlich für den Ausfall von drei bis vier Arbeitstagen pro Jahr. Darüber hinaus gibt es in den Ländern weitere arbeitsfreie Feiertage.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69180101 |

Weitere Meldungen

Merz will Entlastungsprämie auch 2027 gelten lassen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will den Arbeitgebern nun offenbar ein Jahr mehr Zeit geben, die geplante "Entlastungsprämie" in Höhe von 1.000 Euro ihren Arbeitnehmern steuer- und abgabenfrei zukommen zu lassen."Die 1.000 Euro sind ein Angebot an Arbeitgeber und Arbeitnehmer, dieses Angebot soll für das Jahr 2026 und auch für das Jahr 2027 gelten", sagte Merz am Donnerstag am Rande des Besuchs des irischen Regierungschefs. (Politik, 16.04.2026 - 20:56) weiterlesen...

Regierung schließt längere Frist für Entlastungsprämie nicht aus Die Bundesregierung schließt es nicht aus, dass Arbeitgeber mehr Zeit bekommen werden, die geplante steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro an ihre Beschäftigten auszuzahlen.Der Gesetzesvorschlag orientiere sich an der Inflationsausgleichsprämie, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Mittwoch der dts Nachrichtenagentur. (Politik, 15.04.2026 - 13:46) weiterlesen...

Landkreistag warnt vor Milliardenkosten durch Entlastungsprämie In der Debatte um die abgabenfreie Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro sieht der Deutsche Landkreistag Schwierigkeiten bei der Umsetzung der von der Bundesregierung am Montag präsentierten Regelung."Der Bund hat hier eine Entlastung ins Schaufenster gestellt, die Rechnung aber ohne die Arbeitgeber gemacht", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistags, Kay Ruge, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. (Politik, 15.04.2026 - 08:08) weiterlesen...