PrÀsenz in Kiew: Nato schickt britischen Top-Beamten
17.07.2024 - 14:50:15 | dpa.deDer frĂŒhere beigeordnete GeneralsekretĂ€r, Patrick Turner, werde von September an die Nato-Vertretung in der ukrainischen Hauptstadt leiten und als zentraler Ansprechpartner fĂŒr die dortigen Behörden fungieren, teilte die Nato mit. Ebenso solle der Brite bei der Koordinierung von militĂ€rischer UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine helfen und Alliierten Informationen und EinschĂ€tzungen zur Lage im Land bereitstellen.
Hintergrund der StĂ€rkung der Nato-Vertretung in Kiew sind die BeschlĂŒsse des Nato-Gipfels vergangene Woche in Washington. Dort hatten die 32 Alliierten den Start eines Einsatzes zur Koordinierung von Waffenlieferungen und AusbildungsaktivitĂ€ten fĂŒr die ukrainischen StreitkrĂ€fte beschlossen, der von Wiesbaden in Hessen aus gefĂŒhrt werden soll. In der GipfelerklĂ€rung wird der Ukraine zudem zugesichert, dass sie auch innerhalb des nĂ€chsten Jahres wieder MilitĂ€rhilfen im Wert von mindestens 40 Milliarden Euro erhĂ€lt.
Jahrelange Erfahrung im VerteidigungsbĂŒndnis
Patrick Turner arbeitete bereits 1992 bis 1996 im BĂŒro der damaligen Nato-GeneralsekretĂ€re beim BĂŒndnis. SpĂ€ter war er dann unter anderem stellvertretender britischer Botschafter bei der Nato sowie 2018 bis 2022 beigeordneter GeneralsekretĂ€r fĂŒr Verteidigungspolitik und Planung. Der amtierende Nato-GeneralsekretĂ€r Jens Stoltenberg kommentierte, Turner bringe jahrelange Erfahrung und FĂŒhrungsstĂ€rke fĂŒr den Job mit.
Die Nato hat bereits seit knapp einem Jahrzehnt eine offizielle Vertretung in Kiew, die auch ein seit Ende der 90er Jahre existierendes VerbindungsbĂŒro und ein Informations- und Dokumentationszentrum steuert. Sie kĂŒmmert sich unter anderem um Kontakte mit ukrainischen Ministerien und Behörden und soll den politischen Dialog und die praktische Zusammenarbeit zwischen der Nato fördern. Zudem berĂ€t sie Behörden zur UnterstĂŒtzung der Nato-Ukraine-Partnerschaft und zu Reformen im Sicherheits- und Verteidigungssektor. Auch dafĂŒr soll es kĂŒnftig mehr Personal geben.
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