Neue EU-Drogenagentur startet
03.07.2024 - 11:30:00Ziel ist es, die DrogenbekĂ€mpfung in der EU zu stĂ€rken und die Mitgliedstaaten besser dabei zu unterstĂŒtzen, die Auswirkungen drogenbedingter Bedrohungen vorherzusehen und darauf zu reagieren. Um dies zu erreichen, soll die EUDA auch eine Reihe von Kooperationsabkommen mit internationalen Organisationen und Nicht-EU-Staaten eingehen. Der Sucht- und Drogenbeauftragte des Bundes, Burkhard Blienert, begrĂŒĂte den Schritt: "Die neue EU-Agentur wird in dieser Form weitaus schlagkrĂ€ftiger sein als ihre VorgĂ€ngerin", sagte er. "Sie wird Daten und Erkenntnisse zu illegalen Drogen, Mischkonsum, den Folgen des Drogengebrauchs und zur Drogenpolitik lĂ€nderĂŒbergreifend sammeln, Analysen erstellen und evidenzbasierte Handlungsempfehlungen entwickeln. Gerade auf Schnelligkeit und Wissenserkenntnis wird es ankommen, um Bedrohungslagen etwa im Zusammenhang mit Kokain, Crack oder synthetischen Opioiden wirkungsvoll entgegenzutreten." Die StĂ€rkung der Agentur sei damit ein "wirklich sinnvoller Schritt" zur Gefahrenvorbeugung und fĂŒr eine gemeinsame, wirkungsvolle Antwort auf heutige und zukĂŒnftige Drogenprobleme. "Die Bundesregierung hat diese Fortentwicklung in den vergangenen Jahren sehr unterstĂŒtzt und ich werde den Prozess auch in Zukunft intensiv begleiten." Die EU-Kommission hatte im Januar 2022 einen Vorschlag fĂŒr eine Verordnung des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates ĂŒber die Drogenagentur der EuropĂ€ischen Union (EUDA) vorgelegt. Am 27. Juni 2023 hat der Rat den Verordnungsvorschlag angenommen. Die EUDA löst als eigenstĂ€ndige Agentur die bisherige EuropĂ€ische Beobachtungsstelle fĂŒr Drogen und Drogensucht (EBDD) ab. Auch die EUDA hat ihren Sitz in Lissabon.


