RBB-Intendantin, Vorwurf

RBB-Intendantin wehrt sich gegen Vorwurf der StaatsnÀhe

01.11.2023 - 11:40:29 | dts-nachrichtenagentur.de

Die neue RBB-Intendantin Ulrike Demmer wehrt sich gegen den Vorwurf der StaatsnÀhe.

Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Ich pflege keine große NĂ€he zur Politik", sagte die ehemalige stellvertretende Regierungssprecherin der "Zeit". Ihr sei im Vorfeld klar gewesen, dass diese TĂ€tigkeit ein Angriffspunkt sein könnte.

"Ich habe kein Parteibuch, ich hatte nie eines, ich bin Journalistin. Dieses SelbstverstĂ€ndnis habe ich nie abgelegt." Demmer sieht ihre bisherige Laufbahn sogar als Vorteil fĂŒr ihren neuen Job: "Aus der Perspektive der stellvertretenden Regierungssprecherin wurde mir noch einmal deutlicher, wie wichtig guter Journalismus fĂŒr die Demokratie ist." Zudem kritisiert sie die Forderungen der Landesregierungen in Berlin und Brandenburg nach unter anderem mehr RegionalitĂ€t im Programm des RBB: Das koste "rund drei Millionen Euro im Jahr zusĂ€tzlich, wir mĂŒssen aber sparen und wĂŒrden lieber in die Zukunft investieren, in digitale Programme, auch um das junge Publikum anzusprechen." Ein weiterer Wunsch der Politik sei, in Brandenburg an der Havel ein BĂŒro zu eröffnen. "Ich habe wirklich nichts gegen weitere BĂŒros, aber ich wĂŒrde das Geld lieber in Reporter investieren, die vor Ort recherchieren, als in Miete fĂŒr BĂŒrorĂ€ume 50 Kilometer von Potsdam entfernt." Den Wunsch, den Rundfunkrat nicht nur das Topmanagement, sondern auch zwei Verantwortliche fĂŒr die Landesprogramme wĂ€hlen zu lassen, weist die frĂŒhere "Spiegel"-Redakteurin zurĂŒck. "Das ist ein Eingriff der Politik in unsere UnabhĂ€ngigkeit." Auf die Bitte des Brandenburger Landtags nach mehr Demut erwiderte Demmer: "Wenn Politiker von Medien Demut verlangen, macht mich das misstrauisch." Die Wut auf die ehemalige Spitze des Senders könne sie verstehen, "aber die Personen, die Verantwortung trugen, sind alle weg, und journalistisch hat sich der Sender nichts vorzuwerfen". Angst vor zu wenig RĂŒckhalt unter den Mitarbeitern des RBB habe sie nicht, obwohl sie bei der Intendantenwahl immerhin vier WahlgĂ€nge benötigte und selbst im dritten nicht die nötige Mehrheit erreichte, dabei hatte sich ihre einzige Gegenkandidatin da schon zurĂŒckgezogen. "Dass der gesamte Prozess rund um die Wahl nicht reibungslos laufen wĂŒrde, war angesichts der verfahrenen Lage absehbar. Das war nicht schön, aber wenn ich das nicht ausgehalten hĂ€tte, wĂ€re ich vermutlich die Falsche fĂŒr den Job. Das, was jetzt kommt, ist die grĂ¶ĂŸere Herausforderung", sagte Demmer.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | politik | 64139457 |