Niedersachsen, ZurĂŒckweisungen

Niedersachsen gegen ZurĂŒckweisungen von FlĂŒchtlingen an Grenzen

04.09.2024 - 15:19:39

Die niedersĂ€chsische Innenministerin Daniela Behrens (SPD) sieht die von der Union geforderte ZurĂŒckweisung von FlĂŒchtlingen an den deutschen Grenzen skeptisch.

"Wir haben ein Asylrecht in Deutschland, wir haben ein europĂ€isches Asylrecht, an das wir uns halten mĂŒssen", sagte Behrens, die am Migrationsgipfel von Bundersregierung, LĂ€ndern und Union am Dienstag teilgenommen hatte, dem TV-Sender "Welt" am Mittwoch. Sie verwies weiter darauf, dass bisher die Haltung des Bundesinnenministeriums und des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestags sei, "dass es nicht mit europĂ€ischem Recht vereinbar ist". Die Ministerin verwarf auch den Vorschlag von CDU-Chef Friedrich Merz, eine nationale Notlage zu erklĂ€ren und so eine Ausnahmeregelung des EU-Rechts zu nutzen.

"Ich sehe jetzt auch keine Notlage, wie die Union es sieht", erklĂ€rte sie. Nur wenn die vereinbarte PrĂŒfung der VorschlĂ€ge der Union eine "rechtsstaatlich sichere Möglichkeit" ergebe, sei sie dafĂŒr, FlĂŒchtlinge ohne Anspruch aus Asyl an der Grenze zurĂŒckzuweisen. Behrens rĂ€umte ein, dass Deutschland bei der Belastung durch die Migration an Grenzen komme. Die "entscheidende Frage" sei aber, "wie wir diejenigen, die in Deutschland sind, die ein rechtsstaatliches Verfahren durchlaufen haben, die kein Asyl bekommen haben, wie wir die auch wieder zurĂŒckfĂŒhren". Als "Nebelkerzen und eine seltsame Debatte" kritisierte sie Forderungen, dass Deutschland nicht mehr an die Dublin-Regeln halten solle, weil andere EU-Staaten dies auch nicht tĂ€ten.

@ dts-nachrichtenagentur.de