GrĂŒne, Landesregierungen

GrĂŒne in Landesregierungen fordern Merz zu GesprĂ€chen auf

04.03.2025 - 05:00:00

Die nordrhein-westfĂ€lische Vize-Regierungschefin Mona Neubaur (GrĂŒne) hat CDU-Chef Friedrich Merz dazu aufgefordert, mit Blick auf mögliche Bundesrats-Abstimmungen ĂŒber ein neues "Sondervermögen" fĂŒr die Bundeswehr das GesprĂ€ch mit den BundeslĂ€ndern zu suchen.

GrundsĂ€tzlich sei es "immer klug und sinnvoll, wenn eine Bundesregierung bei bundesratsrelevanten VorgĂ€ngen vorab das GesprĂ€ch mit den LĂ€ndern" suche, sagte die GrĂŒnen-Politikerin der "Welt". "Das betrifft insbesondere Themen, bei denen die BundeslĂ€nder finanziell in die Pflicht genommen werden, aber auch jene, die die innere und Ă€ußere Sicherheit gewĂ€hrleisten beziehungsweise erhöhen sollen." Im neuen Bundestag verfĂŒge "Moskau mit AfD und der Linken" ĂŒber eine SperrminoritĂ€t.

Das sei "gerade mit Blick auf die notwendige Erhöhung unserer VerteidigungsfĂ€higkeit ein relevantes Problem. Hier muss schnell gehandelt werden." Deutschland sehe sich "einer beispiellosen Polarisierung ausgesetzt, die durch neu entstandene globale Verwerfungen zu zusĂ€tzlichen Unsicherheiten" fĂŒhre. "Eine Bundesregierung, die das Verbindende und nicht das Trennende sucht, die auf Augenhöhe agiert und so die demokratische Mitte stĂ€rkt, wĂ€re das, was unser Land jetzt braucht. Ich hoffe, Friedrich Merz, sollte er Kanzler werden, findet die Kraft, dies zu seinem Stil zu machen", sagte die nordrhein-westfĂ€lische Wirtschaftsministerin. Ähnlich Ă€ußerte sich ein Sprecher des baden-wĂŒrttembergischen MinisterprĂ€sidenten Winfried Kretschmann (GrĂŒne). "Der Bundesrat ist kein parteipolitisches Gremium, sondern vertritt die Interessen der LĂ€nder. Daher erwarten wir, dass die LĂ€nder frĂŒhzeitig in Vorhaben einbezogen werden, die sie betreffen, und dass Kompromisse gesucht werden, die fĂŒr alle Seiten tragbar sind." Kretschmann empfehle daher, "die MinisterprĂ€sidenten in die Koalitionsverhandlungen einzubeziehen und die Perspektive der LĂ€nder entsprechend zu berĂŒcksichtigen", so ein Regierungssprecher.

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