Familien, Arbeitsmarkt

WZB-PrĂ€sidentin warnt vor KĂŒrzungen beim Elterngeld

14.05.2026 - 08:16:04 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Ökonomin Nicola Fuchs-SchĂŒndeln warnt vor weiteren KĂŒrzungen beim Elterngeld und plĂ€diert stattdessen fĂŒr eine Reform mit lĂ€ngeren VĂ€termonaten."Wir sollten nicht darĂŒber nachdenken, wie wir beim Elterngeld sparen können, sondern wie wir es reformieren können", sagte die PrĂ€sidentin des Wissenschaftszentrums Berlin fĂŒr Sozialforschung (WZB) dem "Handelsblatt".

Strand (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Strand (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Hintergrund sind die Sparvorgaben fĂŒr den Haushalt 2027 fĂŒr Bundesfamilienministerin Karin Prien. 500 Millionen Euro muss die CDU-Politikerin in ihrem Etat einsparen, den Großteil soll eine Reform des Elterngelds leisten.

Die Politik solle mehr Anreize setzen, "die es MĂŒttern ermöglichen, Kinder zu bekommen und gleichzeitig erwerbstĂ€tig zu sein", sagte Fuchs-SchĂŒndeln. Die Geburtenzahl sei auf einem Rekordtief, zugleich werde durch den Renteneintritt der Babyboomer in den kommenden Jahrzehnten ArbeitskrĂ€ftemangel herrschen.

Konkret schlĂ€gt die WZB-PrĂ€sidentin vor, die VĂ€termonate auszuweiten und reine MĂŒttermonate zu reduzieren. FĂŒr maximal sieben individuelle Elterngeldmonate solle jedes Elternteil 80 Prozent des Nettoeinkommens ersetzt bekommen. Nehme ein Elternteil mehr Monate, solle der Einkommensersatz auf 50 Prozent sinken. "Das wĂŒrde den Anreiz erhöhen, dass Paare sich die Betreuung des Kindes wĂ€hrend des Elterngeldbezugs paritĂ€tisch aufteilen", sagte Fuchs-SchĂŒndeln.

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