Union, Cannabis-Legalisierung

Union erteilt Cannabis-Legalisierung klare Absage

14.02.2024 - 16:44:04

Die oppositionelle Union hat den PlÀnen der Ampel-Koalition zur Legalisierung von Cannabis in Deutschland erneut eine klare Absage erteilt.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Tino Sorge (CDU), sagte am Mittwoch mit Blick auf die anstehende Abstimmung im Bundestag, die Union werde dies nicht mitmachen. Die familienpolitische Sprecherin Silvia Breher (CDU) sprach von einem "vorsĂ€tzlichen Handeln zulasten der Kinder und Jugendlichen". Der rechtspolitischen Sprecher GĂŒnter Krings (CDU) warnte davor, dass geplante Vorgaben in weiten Teilen nicht kontrollierbar und nicht durchsetzbar seien.

Die Ampel-Koalitionsfraktionen hatten sich kĂŒrzlich auf Details einer kontrollierten Freigabe verstĂ€ndigt. Eigenanbau und Besitz bestimmter Mengen der Droge sollen demnach fĂŒr VolljĂ€hrige ab 1. April erlaubt sein. Zum 1. Juli sollen Clubs zum gemeinsamen Anbau möglich werden. Cannabis soll im BetĂ€ubungsmittelgesetz von der Liste der verbotenen Substanzen gestrichen werden. Vorgesehen sind zahlreiche Regeln und Vorgaben. Erwartet wird, dass das Gesetz voraussichtlich in der kommenden Woche im Bundestag beschlossen werden soll. Auf der vorlĂ€ufigen Tagesordnung stand es am Mittwoch vorerst noch nicht.

Die CDU-Politiker kĂŒndigten an, dass die Union eine namentliche Abstimmung ĂŒber das Gesetz beantragen werde. Sorge kritisierte, dass es vor allem mit Blick auf den Schutz junger Menschen der "völlig falsche Ansatz" sei. Die Union werde die Legalisierung im Falle einer Regierungsbeteiligung wieder rĂŒckgĂ€ngig machen. Breher warnte, dass mehr Cannabis auf den Markt kommen dĂŒrfte. "Wo mehr ist, wird mehr konsumiert." Krings sagte, er rechne mit keiner EindĂ€mmung des Schwarzmarktes und keiner Entlastung bei der Strafverfolgung.

@ dpa.de