Ost-BundeslÀnder, Agrarpolitik

Ost-BundeslÀnder wollen bei Agrarpolitik geschlossen agieren

17.01.2025 - 17:19:05

Die ostdeutschen BundeslÀnder wollen laut MV-Landwirtschaftsminister Till Backhaus zur Durchsetzung ihrer Agrarziele intensiver zusammenarbeiten.

"Wir werden unsere Kommunikation in Richtung BrĂŒssel und Berlin kĂŒnftig eng abstimmen", kĂŒndigte der SPD-Politiker am Rande der GrĂŒnen Woche in Berlin nach einem Treffen mit seinen ostdeutschen Amtskollegen und den Spitzen der ostdeutschen BauernverbĂ€nde an.

Die LĂ€nder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und ThĂŒringen haben demnach zusammen ein Positionspapier zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in der EU ab 2028 erarbeitet. Es soll Backhaus zufolge in KĂŒrze an Agrarkommissar Christophe Hansen verschickt werden. Das Papier habe die Zustimmung der ostdeutschen BauernverbĂ€nde.

BĂŒrokratie: Auch Verwaltung an Belastungsgrenze

Darin erheben die OstlĂ€nder Backhaus zufolge zehn Forderungen, unter anderem nach einer Erhöhung des Budgets. Außerdem mĂŒssten die beiden SĂ€ulen EinkommensunterstĂŒtzung und Bezahlung von Umweltleistungen stringent voneinander getrennt werden.

Kleine Betriebe dĂŒrften bei der Agrarförderung nicht bevorzugt werden, heißt es weiter. "Fehlentwicklungen durch den Einstieg außerlandwirtschaftlicher Investoren in den Bodenmarkt könnten nicht ĂŒber die GAP gelöst werden", so Backhaus. In Ostdeutschland sind flĂ€chenmĂ€ĂŸig große Agrarbetriebe traditionell stark vertreten.

Außerdem fordern die Ost-Agrarminister einen deutlichen Abbau von BĂŒrokratie, wie der Ressortchef aus Schwerin weiter mitteilte. Nicht nur die Landwirtschaft komme an die Belastungsgrenze, sondern auch die Verwaltung.

@ dpa.de