Durchsuchungen, Ex-RAF-Terroristen

Weitere Durchsuchungen wegen Ex-RAF-Terroristen in Berlin

14.05.2025 - 14:37:19

Die Polizei hĂ€lt den Druck auf die gesuchten frĂŒheren Linksterroristen aufrecht. In Berlin wurden mehrere GebĂ€ude durchsucht. Auch eine mutmaßliche UnterstĂŒtzerin wurde ins Visier genommen.

Bei der Fahndung nach den Ex-RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg haben EinsatzkrĂ€ften vier GebĂ€ude in Berlin durchsucht. Die Beamten nahmen unter anderem die RĂ€ume einer mutmaßlichen MittĂ€terin unter die Lupe, wie die Staatsanwaltschaft Verden und das Landeskriminalamt Niedersachsen mitteilten. Sie ermitteln gegen die 38-JĂ€hrige wegen Beihilfe zum schweren Raub. Ein Haftbefehl gegen die Frau liegt aber nicht vor.

Die EinsatzkrÀfte durchsuchten nach eigenen Angaben vormittags GebÀude in den Berliner Stadtteilen Charlottenburg-Wilmersdorf, Schöneberg, Reinickendorf und Westend. Ein Einsatz richtete sich gegen eine unverdÀchtige Frau, wie die Behörden weiter mitteilten. Die Beamten beschlagnahmten mehrere Mobiltelefone, Laptops und weitere DatentrÀger, die jetzt ausgewertet werden. Von den beiden Ex-RAF-Terroristen fehlt weiter jede Spur.

Gesucht wegen Terrorverdachts und RaubĂŒberfĂ€llen

Die RAF war ĂŒber Jahrzehnte der Inbegriff von Terror und Mord in Deutschland. 1998 erklĂ€rte die Gruppe sich fĂŒr aufgelöst. In der aktiven Terror-Zeit der sogenannten dritten Generation wurden der damalige Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991) ermordet.

Gegen Staub und Garweg bestehen Haftbefehle wegen des Verdachts der Beteiligung an TerroranschlĂ€gen. Sie werden auch wegen mehrerer RaubĂŒberfĂ€lle und wegen versuchten Mordes gesucht. Zwischen 1999 und 2016 sollen sie Geldtransporter und SupermĂ€rkte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ĂŒberfallen haben.

Die Polizei nahm ihre mutmaßliche Komplizin Daniela Klette am 26. Februar 2024 in ihrer Wohnung in Berlin-Kreuzberg fest. Sie steht inzwischen wegen der RaubĂŒberfĂ€lle vor Gericht.

@ dpa.de