Starke, Zunahme

Starke Zunahme von HasskriminalitÀt gegen queere Menschen

13.12.2024 - 12:59:45

Die Polizei stellt bei Hassverbrechen gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen IdentitÀt einen Anstieg fest. Und das sind nur die Taten, die bekannt werden.

Queerfeindliche Straftaten nehmen in Deutschland zu. Das zeigt ein aktuelles Lagebild des Bundeskriminalamts (BKA). Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nannte die Zahlen «erschreckend»

Den Angaben zufolge erfasste die Polizei 2023 insgesamt bundesweit 17.007 FĂ€lle von HasskriminalitĂ€t. Mehr als jeder Zehnte dieser FĂ€lle - 1.785 Straftaten - richtete sich im vergangenen Jahr laut BKA gegen lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche sowie queere Menschen. Um diese Gruppe zu benennen, nutzt das BKA in seinem Lagebericht die AbkĂŒrzung LSBTIQ*. Rund 18 Prozent der 2023 registrierten FĂ€lle von HasskriminalitĂ€t gegen Angehörige dieser Gruppe waren demnach Taten, bei denen Gewalt eine Rolle spielte.

Den Angaben zufolge stiegen die polizeilich registrierten Fallzahlen im vergangenen Jahr um rund 50 Prozent. Als politisch motivierte HasskriminalitĂ€t im Sinne der Statistik werden Straftaten eingestuft, wenn in WĂŒrdigung der UmstĂ€nde der Tat und der Einstellung des TĂ€ters Anhaltspunkte dafĂŒr vorliegen, dass sie aufgrund von Vorurteilen verĂŒbt worden, etwa bezogen auf NationalitĂ€t, ethnische Herkunft sexuelle Orientierung oder die geschlechtliche IdentitĂ€t.

Das Lagebild zeigt, dass die Opfer von Straftaten gegen Menschen, die zur Gruppe der LSBTIQ* zĂ€hlen, ĂŒberwiegend MĂ€nner sind. Laut BKA waren 808 der 1.052 TatverdĂ€chtigen, die im vergangenen Jahr ermittelt wurden, Deutsche, wobei Doppelstaatler in der Statistik nur als Deutsche gezĂ€hlt werden.

@ dpa.de