KMK-PrÀsidentin, Antisemitismus-Aktionstag

KMK-PrĂ€sidentin blickt zurĂŒckhaltend auf Antisemitismus-Aktionstag

10.04.2024 - 06:54:04

Die PrĂ€sidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Christine Streichert-Clivot (SPD), hat zurĂŒckhaltend auf die Forderung reagiert, einen bundesweiten Aktionstag gegen Antisemitismus an Schulen und UniversitĂ€ten zu organisieren.

"Ich stehe der Diskussion ĂŒber einen Aktionstag gegen Antisemitismus grundsĂ€tzlich sehr offen gegenĂŒber", sagte die saarlĂ€ndische Bildungsministerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). "Der Kampf gegen Antisemitismus ist eine Aufgabe, die die gesamte Gesellschaft aber tagtĂ€glich fordert." Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hatte einen solchen Aktionstag noch vor den Sommerferien gefordert - und mangelnde UnterstĂŒtzung der Kulturministerkonferenz beklagt: "Ich appelliere noch einmal an die PrĂ€sidentin, den Vorstoß fĂŒr einen Aktionstag zu unterstĂŒtzen." Streichert-Clivot entgegnete, Tage der Erinnerungen gebe es bereits sehr viele. Hass und Hetze gegen Juden wĂŒrden heute vor allem angefeuert von digitalen und international aufgestellten Netzwerken.

"Die AufklĂ€rung im digitalen Raum ist heute genauso notwendig, wie der Besuch von Orten der Erinnerung und GedenkstĂ€tten", sagte die SPD-Politikerin. Streichert-Clivot bot an, "diejenigen Akteure, die auf diesem Feld aktiv sind, gemeinsam mit der Bundesregierung, dem Antisemitismusbeauftragten und der Jugend- und Familienministerkonferenz zusammenzubringen, um ĂŒber weitere sinnvolle Kraftanstrengungen in diesem Feld zu beraten".

@ dts-nachrichtenagentur.de