BundessozialgerichtsprÀsidentin, Sozialreformen

BundessozialgerichtsprÀsidentin drÀngt auf Sozialreformen

21.11.2024 - 11:00:00

Die PrÀsidentin des Bundessozialgerichts, Christine Fuchsloch, sorgt sich nach dem Aus der Ampel-Regierung um Deutschlands Sozialpolitik.

"Gewisse Reformen, die schon weit gediehen sind, werden voraussichtlich erst einmal nicht verabschiedet", sagte sie dem Nachrichtenmagazin Focus. Den dringendsten Handlungsbedarf sieht sie bei der Gesundheitsreform. "Die KrankenhĂ€user haben jetzt unmittelbar nicht genĂŒgend Mittel zur VerfĂŒgung", sagte sie.

Es sei auch von den LĂ€ndern nicht ausreichend investiert worden. Die medizinische Versorgung mĂŒsse neu geordnet werden. "Das muss nun schnell angegangen werden", so Fuchsloch. Auch bei der Pflege seien Reformen ĂŒberfĂ€llig. "Es gibt einen extremen Akzeptanzverlust, weil die Zuzahlungen immer höher werden, weil die Kosten der Pflege weiter steigen", sagte Fuchsloch. Man mĂŒsse auch offen darĂŒber sprechen, ob eine Vollversicherung in der Pflege nicht jeden Rahmen sprengen wĂŒrde. Denn derzeit decke die Pflegeversicherung nur einen Teil der Kosten ab. Schon mittelfristig könnten die Folgen zu spĂŒren sein. Das hĂ€nge ganz davon ab, wie schnell eine handlungsfĂ€hige Regierung entstehe und wie schnell diese dann die aktuellen Probleme anpacke.

@ dts-nachrichtenagentur.de