EU-ParlamentsprÀsidentin will umfassende Reform der EU
18.09.2025 - 09:15:42
Andernfalls drohe der Staatengemeinschaft ein "schmerzhafter Abstieg in die Bedeutungslosigkeit", schreibt die Politikerin in einem Gastbeitrag fĂŒr das "Handelsblatt". Um das zu verhindern, schlĂ€gt Metsola eine stĂ€rkere europĂ€ische Integration in den Bereichen Kapitalmarkt, Energieversorgung und Sicherheit vor.
"Wenn Unternehmen in ganz Europa gemeinsam innovativ sein können, werden wir Preise senken, Investitionen ankurbeln und im Wettbewerb um den nĂ€chsten groĂen Durchbruch vorne dabei sein", so Metsola.
Die Staaten mĂŒssten sich darauf konzentrieren, "ein wirklich ?besseres` Europa zu schaffen, und nicht nur ?mehr` Europa zu forcieren." Dabei sieht sie die EU nicht als starres Konzept: "Sie ist vielmehr das, was wir aus ihr machen wollen". Mit den VorschlĂ€gen reiht sich Metsola in eine Debatte ein, die auch vom ehemaligen EZB-PrĂ€sidenten Mario Draghi vorangetrieben wird. Ein Jahr, nachdem er ein 800-seitiges Programm fĂŒr eine Reform der EU vorgelegt hatte, zog der Italiener kĂŒrzlich ein dĂŒsteres Fazit: Das europĂ€ische Wachstumsmodell verliere an Bedeutung, und es gebe bislang keinen klaren Weg, um erforderliche Investitionen in den Standort zu finanzieren.


