Draghis EU-ReformvorschlĂ€ge stoĂen in CSU und FDP auf Kritik
09.09.2024 - 14:45:11"Draghis VorschlĂ€ge sind nichts anderes als ein neuer Name fĂŒr eine Schuldenvergemeinschaftung in der EU und der Versuch, den Wachstums- und StabilitĂ€tspakt endgĂŒltig zu schleifen", sagte der CSU-Politiker. "Das ist Gift fĂŒr die Wirtschafts- und WĂ€hrungsstabilitĂ€t." Eine Abkehr vom Einstimmigkeitsprinzip in Finanzfragen wĂŒrde zudem massiv in das Königsrecht der nationalen Parlamente, die Budgethoheit, eingreifen. Hinter Draghis VorschlĂ€gen stehe der falsche Glaube, dass mehr Schulden zu mehr Wachstum fĂŒhrten. "Die EU wird aber nicht dadurch stĂ€rker, dass sie sich stĂ€rker verschuldet", so Brehm. "Mehr Schulden fĂŒhren vor allem zu weniger Gestaltungsmöglichkeiten in der Zukunft." In Draghis Bericht heiĂt es unter anderem, dass in der EU zusĂ€tzliche Investitionen in Höhe von mindestens 750 bis 800 Milliarden Euro pro Jahr nötig seien, was 4,4 bis 4,7 Prozent des BIP der EU im Jahr 2023 entspreche. Um diese Steigerung zu erreichen, mĂŒsste der Anteil der Investitionen in der EU von derzeit rund 22 Prozent des BIP auf etwa 27 Prozent steigen. Draghi empfiehlt in seinem Strategiebericht auch die Aufnahme neuer Gemeinschaftsschulden, wie zuletzt in der Corona-Pandemie. Diese könnten zur Finanzierung gemeinsamer Investitionsprojekte genutzt werden.


