Dreyer rechnet nicht mit Scheitern von Cannabis-Gesetz
19.03.2024 - 20:44:01Rheinland-Pfalz wolle das Gesetz nicht aufhalten und werde den Vermittlungsausschuss nicht anrufen, sagte die Regierungschefin am Dienstag in Mainz. Mit Blick auf die anstehende Bundesratssitzung sei das Prinzip der sogenannten freien Hand in der Ampel-Koalition vereinbart worden.
FĂŒr Rheinland-Pfalz sei auch die ProtokollerklĂ€rung der Bundesregierung noch wichtig fĂŒr die Entscheidung, erklĂ€rte Dreyer. Diese liege noch nicht final vor. Daher habe das Kabinett ihr fĂŒr die Entscheidung am Freitag "freie Hand" gegeben. Vieles werde sich erst am Donnerstagabend in den unterschiedlichen KamingesprĂ€chen vor der Bundesratssitzung klĂ€ren. Erst dann wisse sie, wie Rheinland-Pfalz final abstimmen werde. Ganz grundsĂ€tzlich sei sie nicht gegen das Gesetz. Dreyer rĂ€umte aber ein, dass es insbesondere in Bezug auf die Amnestie-Regelungen Bedenken gebe.
Nach dem vom Bundestag beschlossenen Gesetz sollen Besitz und Anbau der Droge mit zahlreichen Vorgaben fĂŒr VolljĂ€hrige zum Eigenkonsum vom 1. April an erlaubt sein. Das Gesetz kommt an diesem Freitag noch abschlieĂend in den Bundesrat. Dort ist es nicht zustimmungsbedĂŒrftig, aber die LĂ€nderkammer könnte den gemeinsamen Vermittlungsausschuss mit dem Bundestag anrufen und das Verfahren damit abbremsen.
Bedenken sind aus den LĂ€ndern unter anderem gegen eine geplante Amnestie fĂŒr AltfĂ€lle laut geworden, die nach dem neuen Recht nicht mehr strafbar wĂ€ren. BefĂŒrchtet wird eine Ăberlastung der Justiz durch dadurch anfallende FallprĂŒfungen.

